03.01.2014 | FDP-Kreisverband Altenburger Land

Pressemitteilung zum Austritt von Dr. Johannes Frackowiak aus der FDP

Der FDP-Kreisvorstand bedauert den am 30. Dezember 2013 erklärten FDP-Austritt von Dr. Johannes Frackowiak zum 31. Dezember 2013, fügt jedoch Folgendes hinzu:

Die jetzt von Frackowiak dargelegten Gründe vermögen genauso wenig zu überzeugen, wie die beim fristlosen Hinwerfen als kommissarischer Vorsitzender des FDP-Ortsverbands Altenburg im November 2012.

Seit dem Bundestagswahlkampf 2009 fiel Frackowiak in erster Linie durch Mitwirkung an der Zerschlagung der FDP-Stadtratsfraktion auf. An inhaltlichen Diskussionen der Liberalen in Altenburg und im Altenburger Land hat Frackowiak sich in den letzten Jahren nicht mehr beteiligt. Gleiches gilt für seine Beteiligung am Bundestagswahlkampf 2013. Infofern ist sein Beitrag zur Pflege der “Marke FDP” doch sehr begrenzt.

Mehrere Gesprächsangebote des Kreisvorsitzenden hat Frackowiak in den letzten Jahren bedauerlicherweise ausgeschlagen.

Frackowiaks Kritik am (wie er behauptet “völlig überflüssigen”) Amt des zweiten ehrenamtlichen Beigeordneten des Landkreises ist gleich aus mehreren Gründen unglaubwürdig:

So fällt bekanntlich die hauptamtliche Beigeordnete des Landkreises, Christine Gräfe aus gesundheitlichen Gründen leider seit Oktober 2013 und auf unabsehbare Zeit aus und Uwe Melzer (CDU) als einzig verbliebener Beigeordneter ist nach eigenen Angaben mit der alleinigen Vertretung der Landrätin völlig überfordert.

Selbst die Landrätin hat in dieser Frage ihre Haltung ja mittlerweile revidiert.

Außerdem ist von Frackowiak für die Jahre 2010 und 2011, als Karsten Schalla (damals FDP-Kreistagsfraktionschef) dieses Amt innehatte, keinerlei Kritik zu hören gewesen.

Die Stadt Altenburg verfügt ebenfalls über zwei ehrenamtliche Beigeordnete, ohne dass von Frackowiak Stadtratsinitiativen zur Verminderung der Zahl dieser “überflüssigen” Ämter bekannt wären.

Weshalb die Übernahme einer ehrenamtlichen Aufgabe ein Beleg für “egoistische Eigeninteressen” sein soll, bleibt gleichfalls Frackowiaks Geheimnis.

Da Frackowiak 2009 als einer der ersten drei Kandidaten (auf die ja bei Kommunalwahlen bekanntlich die Parteistimme entfällt) auf der damaligen FDP-Kandidatenliste in den Altenburger Stadtrat gewählt worden ist, fordert der FDP-Kreisvorstand und die Mehrheit der Altenburger FDP-Mitglieder ihn hiermit zur sofortigen Niederlegung seines Stadtratsmandats auf, um einem FDP-Nachrücker in den wenigen verbleibenden Monaten bis zur Kommunalwahl im Mai 2014 Gelegenheit zur Einarbeitung zu geben.

Alles andere wäre ein weiterer Betrug an Wählerinnen und Wählern des Altenburger Stadtrats. Schließlich ist Frackowiak damals nicht als Einzelbewerber, sondern als einer der Spitzenkandidaten der FDP gewählt worden.

Daniel M. Scheidel
FDP-Kreisvorsitzender Altenburger Land