08.05.2014 | OVZ

155 Kandidaten für 36 Sitze

Bei der Altenburger Stadtratswahl treten sechs Parteien und Gruppierungen an

Altenburg (G.N.). Alles in allem 155 Kandidaten von sechs Parteien und Vereinigungen bewerben sich bei der Kommunalwahl am 25. Mai um die 36 Sitze im nächsten Altenburger Stadtrat. Diese in den vergangenen Wochen auf Nominierungsveranstaltungen beschlossenen Vorschläge sind nach der Bestätigung durch die Wahlkommission nun amtlich.

CDU, SPD und Bündnisgrüne/Stadtforum schicken als einzige jeweils die maximal mögliche Zahl von 36 Kandidaten ins Rennen – um jeden Bewerber durchzubringen, müsste allerdings jede Liste 100 Prozent der Stimmen bekommen. Pro Altenburg hat 22 Bewerber nominiert, gefolgt von den Linken mit 21 Kandidaten und der FDP mit vier.

Die meist großen Zahlen machen deutlich, dass alle Parteien und Gruppierungen ihre Listen längst für Parteilose geöffnet haben. Unmittelbar nach der Wende galt dies noch weithin als verpönt, inzwischen haben jedoch alle Probleme, genügend Mitglieder zur Kandidatur für eines der zeitaufwendigen Ehrenämter zu gewinnen. Deshalb wird auf engagierte Sympathisanten zurückgegriffen, die teilweise auch schon als sogenannte berufene Bürger in Stadtratsausschüssen kommunalpolitsche Erfahrungen sammeln konnten.

Lediglich der eingereichte Wahlvorschlag der Piraten musste abgelehnt werden: Als bislang nicht im Stadtrat vertretene Partei hatten die Piraten nicht die nötigen 144 Unterstützer-Unterschriften zusammengebracht (OVZ berichtete).

Das Problem hatten andere ebenfalls, die es jedoch meisterten – wenn auch auf unterschiedliche Weise: Ganz klassisch wie Pro Altenburg, die genügend Anhänger mobilisierte und am Ende 220 Unterschriften auf der Liste hatte. Unkonventionell wie das Stadtforum Altenburg, das nur deshalb keine Unterschriften brauchte, weil es eine gemeinsame Liste mit den Grünen konstruierte. Die sind nämlich schon im Stadtrat vertreten – wenn auch nur mit einem einzigen Mann.