05.06.2015 | TV Altenburg

Altenburg muss fahrradfreundlicher werden

Der 3. Juni war der Europäische Tag des Fahrrades. Während der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Rainer Bomba (CDU), kürzlich auf dem Nationalen Radverkehrskongress in Potsdam erklärte, die Bundesrepublik läge bei der Fahrrad-Nutzung in Europa an der Spitze, klagt der stellvertretende Bundesvorsitzende des Radverbandes ADFC, Ludger Koopmann: “Wir hinken bei der Infrastruktur weit hinterher. Wenn ich im Ausland erzähle, dass Radfahrer bei uns auf die Fahrbahn müssen, machen die Leute große Augen.” International, so Koopmann gegenüber der Süddeutschen Zeitung, seien sichere, vom restlichen Verkehr getrennte Radwege längst auf dem Vormarsch, und das nicht nur in internationalen Vorzeigestädten wie Kopenhagen, Amsterdam oder Portland (USA).

Der Pressesprecher der Freien Demokraten in Altenburg, Torsten Grieger, pflichtet Koopmann bei: “Das Radwegenetz in Altenburg ist viel zu klein; die vorhandenen Radwege sind oft in schlechten Zustand oder zugeparkt. Viele enden völlig unmotiviert – der Radweg am Steinweg zum Beispiel bereits nach vier Metern. Weshalb ihn die Bildzeitung im Mai 2012 zu Deutschlands kürzestem Radweg gekürt hat.”

Grieger gibt zu, dass die Topographie in der Skatstadt nicht gerade fahrradfreundlich sei. “Gerade deshalb jedoch”, so der FDP-Pressesprecher, “müsse dem Radwegenetz besonderes Augenmerk geschenkt werden. So vermisse ich einen durchgängigen, beidseitig befahrbaren Radweg an der Talsohle der Stadt, entlang der Blauen Flut. Also vom Märchenbrunnen, am Großen Teich und am Theater vorbei, bis zum Lindenau-Museum. Insbesondere im Bereich der Wallstraße fahren immer wieder Radfahrer entgegen der Einbahnstraße auf dem Bürgersteig. Das ist auf der einen Seite nachvollziehbar, da es der kürzeste und bequemste Weg ist. Das kann auf der anderen Seite aber auch ziemlich gefährlich für Fußgänger und Mütter mit Kinderwagen werden.”

Aus Sicht der Freien Demokraten besteht von daher dringender Handlungsbedarf, das Radwegenetz weiter auszubauen und besser in Schuss zu halten. “Radfahren ist gesund – und zwar für den Menschen selber ebenso wie für seine Umwelt. Und ein Radweg, der vom Großen Teich bequem in die Innenstadt, zum Theaterplatz und zum Lindenau-Museum führt, würde sich sicher nicht nur unter Wohnmobilisten ganz schnell rumsprechen als weiterer Pluspunkt beim Besuch der Skatstadt.”

Quelle: PM