06.06.2015 | OVZ

FDP: Radwege besser in Schuss halten

Netz ist zu klein und in einem schlechten Zustand

VON JENS ROSENKRANZ

Altenburg. Die Freien Demokraten des Altenburger Landers haben in dieser Woche anlässlich des Europäischen Tages des Fahrrades am Mittwoch Kritik an den Radwegen in Altenburg geübt.„Das Radwegenetz ist viel zu klein, die vorhandenen Radwege sind oft in schlechtem Zustand oder zugeparkt“, heißt es in einer Presseerklärung der FDP. „Viele Wege enden völlig unmotiviert – der Radweg am Steinweg zum Beispiel bereits nach vier Metern. Deshalb hat ihn die Bildzeitung im Mai 2012 zu Deutschlands kürzestem Radweg gekürt.“

Der Pressesprecher der FDP im Kreis, Torsten Grieger, räumt ein, dass die Topographie in der Skatstadt nicht gerade fahrradfreundlich sei. „Gerade deshalb jedoch müsse dem Radwegenetz besonderes Augenmerk geschenkt werden. So vermisst Grieger einen durchgängigen, beidseitig befahrbaren Radweg an der Talsohle der Stadt, entlang der Blauen Flut, also vom Märchenbrunnen, am Großen Teich und am Theater vorbei, bis zum Lindenau-Museum. „Insbesondere im Bereich der Wallstraße fahren immer wieder Radfahrer entgegen der Einbahnstraße auf dem Bürgersteig. Das ist auf der einen Seite nachvollziehbar, da es der kürzeste und bequemste Weg ist. Das kann auf der anderen Seite aber auch ziemlich gefährlich für Fußgänger und Mütter mit Kinderwagen werden“, erklärt Grieger.

Aus Sicht der Freien Demokraten besteht von daher dringender Handlungsbedarf, das Radwegenetz weiter auszubauen und besser in Schuss zu halten. „Radfahren ist gesund – und zwar für den Menschen selber ebenso wie für seine Umwelt. Und ein Radweg, der vom Großen Teich bequem in die Innenstadt, zum Theaterplatz und zum Lindenau-Museum führt, würde sich sicher nicht nur unter Wohnmobilisten ganz schnell rumsprechen. „Das wäre dann ein weiterer Pluspunkt beim Besuch der Skatstadt.“