15.08.2015 | OVZ

Heitsch lehnt Pläne für Gebietsreform ab

Göllnitz. Hans-Jürgen Heitsch (FDP), Bürgermeister der Gemeinde Göllnitz, outet sich als Verfechter kommunaler Selbstverwaltung. „Ich bin für die Beibehaltung größtmöglicher Eigenverantwortung und dementsprechend auch gegen eine Gebietsreform“, sagte er kürzlich. Er, der mit dem Gemeinderat den Ort wie ein Unternehmen leite, sorge sich um die Erfolge, die man bisher erreicht habe. Damit meint er vor allem die weitreichende Unabhängigkeit, die man sich beispielsweise durch den Bau einer eigenen Biogasanlage im Jahr 2013 erarbeitet habe. Durch eine autarke Kläranlage sei man zudem in der Situation, keinem Wasser-/Abwasser-Zweckverband beitreten zu müssen.

„Das alles wäre aber mit einer Gebietsreform gefährdet“, befürchtet Heitsch die Aufgabe der Eigenständigkeit und damit die Verpflichtung, in Zweckverbänden geltende Gebührensatzungen bei den Bürgern durchzusetzen. Er sieht auch die Gefahr, dass mit einer Neuaufteilung Thüringens und neuer Zuständigkeiten plötzlich wiederkehrende Straßenausbaubeiträge auf die Göllnitzer zukommen. Momentan brennt ihm jedoch ein weiteres Thema auf den Nägeln: „Wir müssen jetzt, nachdem unsere Infrastruktur auf den neuesten Stand gebracht ist, die Flurbereinigung weiter vorantreiben“, sagt er.

chs