21.09.2015 | OVZ

Sojkas Schulpläne stoßen auf Widerstand

Betroffene lehnen Verlegung von 11. und 12. Klassen ab

VON THOMAS HAEGELER

Altenburg/Schmölln. Die Idee von Landrätin Michaele Sojka (Die Linke), Kurse der gymnasialen Oberstufe oder diese ganz von Schmölln nach Altenburg zu verlegen (die OVZ berichtete), stößt auf massiven Widerstand. Nachdem am Freitag bereits der Altenburger FDP-Stadtrat Detlef Zschiegner die Überlegungen, zu denen auch eine mögliche Schließung des Meuselwitzer Gymnasiums gehört, rundweg ablehnte, machen nun die Betroffenen selbst und die Nachwuchsorganisationen der CDU im Kreis ihrem Ärger Luft.

Sojkas Äußerungen “entbehren jeglicher Grundlage, sind rufschädigend und werden von unserem Lehrkörper, den Eltern und Schülern sowie unserem Förderverein auf das Schärfste verurteilt”, heißt es in einer gestern verbreiteten gemeinsamen Erklärung der Schulleitung des Roman-Herzog-Gymnasiums und des Schmöllner Bürgermeisters Sven Schrade (SPD), der Vorsitzender des Fördervereins der Schule ist. Genauso energisch verwehren sich Junge Union (JU) und Schüler Union (SU) gegen die von der Landrätin zur Diskussion gestellten Abschaffung der 11. und 12. Klassen an den Gymnasien in Schmölln und Meuselwitz. “Für uns steht das Wohl der Schüler im Mittelpunkt”, heißt es im gemeinsamen gestrigen Statement. “Es kann nicht vorteilhaft sein, wenn Schüler sich mit Beginn der gymnasialen Oberstufe noch einmal in einer völlig neuen Klassenstruktur zurechtfinden müssen. Derartige Modelle sind für ein gutes Lernklima kontraproduktiv.”

Die Knopfstädter argumentieren zudem, dass “unser Gymnasium in der Stadt und der Region Schmölln auf stabile Schulen zurückgreifen (kann), die auch in Zukunft den Fortbestand unsere Schule garantieren können”. Zudem nehme man “seit Jahren im Ranking der Schulen einen vorderen Platz” ein. Während die Schmöllner sich ihre “Ideale nicht durch die Verbreitung von Unwahrheiten zerstören” lassen wollen und “eine öffentliche Richtigstellung” verlangen, fordern JU und SU “von der Landrätin die Beibehaltung der gymnasialen Oberstufe an allen Schulstandorten im Kreis und den Erhalt des Meuselwitzer Gymnasiums zum Wohle der Schülerinnen und Schüler im Altenburger Land”.

Sojka hatte am Rande der Büro-Eröffnung der Linken in Altenburg am Freitag eine Verlagerung einzelner Kurse sowie der gesamten gymnasialen Oberstufe von Schmölln und Meuselwitz nach Altenburg ins Spiel gebracht. Begründet hatte sie dies mit sinkenden Schülerzahlen und immensen Investitionskosten in die Gebäude in Schmölln.