30.08.2008 | OVZ

Schweinemast

FDP klar gegen geplante Anlage

Altenburg. Gegen die Errichtung einer Schweinemastanlage mit bis zu 4.500 Tieren in Mockzig hat sich jetzt auch die FDP ausgesprochen. In einer Presseerklärung des Kreisvorstandes heißt es: “Wenn es nicht gelingt, mit den Betroffenen Einvernehmen über die Art und Größe der Anlage herzustellen”, so der stellvertretende FDP-Kreisvorsitzende Detlef Zschiegner, “unterstützen wir das Anliegen der Bürgerinitiative kontra Schweinemast Mockzig und des Tierschutzvereines.”

Aus Sicht der Liberalen gibt es bei dem geplanten Vorhaben viele Aspekte zu berücksichtigen. So sollen die Abgase der Stallungen ungefiltert in die Umgebung geblasen werden. Dazu kommt, dass sechs Millionen Liter Gülle jedes Jahr auf die Äcker ausgebracht werden müssen.

Zschiegner führt weiter aus, dass die Anwohner bereits jetzt nicht unerheblichen Belastungen ausgesetzt seien. “Die Gülleausbringung anderer Betriebe, die Geruchsbelästigung durch den Rinderstall in Mockzig und die Lärmbelästigung durch den Flugbetrieb in Nobitz sind das eine. Völlig unklar ist zum Beispiel die Gefahrenabwehr bei Hochwasser oder Starkregen, da schon jetzt die Entwässerungssysteme bei solchen Ereignissen überfordert sind. Was geschieht, wenn zuvor Gülle ausgebracht wurde?”, fragt Zschiegner.

“Der Werteverlust der Immobilien der umliegenden Gemeinden wird viele Millionen Euro betragen. Die genehmigenden Behörden müssen die berechtigten Belange der Anwohner und Grundeigentümer beachten. Die Prüfung des Vorhabens muss nach der tatsächlich geplanten Größenordnung von 4.500 Schweinmastplätzen erfolgen. Alles andere ist Betrug am Bürger, da es scheinheilig ist, nur knapp 1.500 Plätze im ersten Schritt zu beantragen, um anschließend ein einfacheres Verfahren mit weniger Prüfungen zu haben, während die Erweiterung auf 4.500 Plätze bereits heute beschlossene Sache ist”, ergänzt FDP-Kreischef Daniel Scheidel.

Die Liberalen fordern die Stadtverwaltung Altenburg deshalb auf, auf eine Einvernehmensverhandlung mit den betroffenen Bürgern hinzuwirken.