02.10.2015 | ABG-Net

Stromtankstellen im Stadtgbiet

OB weist Kritik der FDP zurück

Mit Unverständnis reagiert Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf auf eine jetzt via Presserklärung verbreitete Kritik der Altenburger FDP. Die Partei fordert darin, dass das Parken an der Stromtankstelle am Kornmarkt künftig kostenlos sein soll. Mit dieser Maßnahme soll die Stadtverwaltung die als umweltfreundlich geltende Elektromobilität fördern.

„Ich finde die FDP-Kritik ist ein Schnellschuss. Offenbar ist der Partei entgangen, dass am Kornmarkt kostenlos Strom getankt werden kann, da sind die zu entrichtenden Parkgebühren wohl zu verschmerzen“, so das Stadtoberhaupt. Und weiter: „Auch wenn ich Verständnis dafür habe, dass sich die FDP profilieren möchte: Bevor man öffentliche Forderungen stellt, sollte man sich umfassend informieren.“

Im Übrigen machte der Oberbürgermeister klar, dass er angesichts einer geänderten Gesetzeslage – bislang galt ein Gleichbehandlungsgrundsatz – generell bereit sei, auf Parkgebühren an Stromtankstellen zu verzichten.

„Die Vorwürfe zeugen von Unkenntnis und Aktionismus und rücken die Stadt Altenburg hinsichtlich ihrer Umweltfreundlichkeit in ein falsches Licht“, so der Oberbürgermeister. „Tatsache ist, dass in der Stadt bereits heute an den Ladesäulen am Kornmarkt, in der Tiefgarage Rossplan und auf dem Ewa-Betriebshof kostenfrei Elektroenergie bezogen werden kann“.

Darüber hinaus plant die Stadt mit ihrer Gesellschaft Ewa (Energie-und Wasserversorgung Altenburg) die Installation weiterer zwei Säulen und zwar auf dem Park & Ride-Parkplatz am Bahnhof und auf dem Ewa-Parkplatz am Kleinen Teich (Kunstturm).

Kommentare:

Torsten Grieger | 02.10.2015 | 10:09

Ich muss dem Altenburger OB leider widersprechen: Die Vorwürfe der Freien Demokraten zeugen weder von Unkenntnis noch von Aktionismus. Die Tatsache, dass das Strom-Tanken – laut Presseberichten anlässlich der Inbetriebnahme zunächst für ein Jahr befristet – kostenlos sein soll, hat mit der Erhebung von Parkgebühren zunächst einmal nichts, aber auch gar nichts zu tun.

Mit seiner Argumentation, wer schon kostenlos Tanken dürfe, könne dafür ja zumindest Parkgebühren zahlen, untermauert der OB die Kritik der Liberalen sogar noch, statt sie zu entkräften. Genau diese Argumentation zeigt ganz deutlich das geringe Interesse der Stadtoberen an umweltfreundlicher Mobilität in der Skatstadt.

Im Übrigen beweisen viele Städte und Gemeinden in Deutschland, dass es auch anders geht: So sind, um nur ein Beispiel zu nennen, die Parkplätze an den Elektro-Tankstellen im Stromnetz Hamburg schon immer kostenfrei. Auch wenn sie im öffentlichen Verkehrsraum liegen. Das Argument von Wolf – bislang galt ein Gleichbehandlungsgrundsatz – greift deshalb nicht. Der Wille zählt – und genau den mahnen die Freien Demokraten an!

Torsten Grieger | 02.10.2015 | 12:52

Und noch eine kleine Ergänzung:

Alleine in Leipzig gibt es laut GoingElectric.de 32 (in Worten: Zweiunddreißig) Stromtankstellen, an denen man beim kostenfreien Tanken vollkommen selbstverständlich auch kostenfrei parkt.

Es geht also – und auch wenn es unserem OB nicht schmeckt: Er ist es, der sich hätte besser und umfassender informieren sollen. Und deshalb ist auch nicht die Kritik der FDP der Schnellschuss, sondern seine Replik darauf!

Und wenn noch weitere Elektrotankstellen in der Planung sind, kann man das nur begrüßen. Spät, aber besser als nie. Zu hoffen bleibt nur, dass nicht der bundesdeutsche Strommix mit Atom- und Braunkohlestrom eingespeist wird, sondern 100 Prozent Naturstrom aus Wasser-, Wind- und Sonnenenergie. Damit Elektromobilität auch in Altenburg eine rundum “saubere Sache” ist!

MeterP | 02.10.2015 | 14:45

In China fällt gerade ein Sack Reis rum …

Rüdiger Schween | 09.10.2015 | 07:38

also wirklich Leute, die ABG Politessen wollen doch weiter beschäftigt werden.. und dort brauchen die nur noch warten auf den nächsten “Kunden” ..