28.10.2015 | OVZ

"Richtiger Augenaufschlag macht mich schwach"

OVZ-Fragebogen
Heute antwortet

Daniel M. Scheidel

Funktion: FDP-Kreisvorsitzender Altenburger Land
geboren: 1959 in Frankfurt a.M., lebt seit 2002 in Altenburg
Ausbildung: Bankkaufmann und Diplom-Volkswirt (Goethe-Universität Frankfurt a.M.)
Familienstand: verwitwet, Vater von drei Kindern (11, 6 und 5 Jahre)

Sie haben drei Wünsche frei …
Gesundheit und ein langes Leben für meine Familie und meine Freunde. Frieden, Freiheit und genug zu essen für alle Menschen.

Ihr Lebensmotto?
Mit einem Lächeln im Gesicht geht vieles leichter. Sprechend verstehen sich die Menschen.

Worauf sind Sie stolz?
Auf meine drei Kinder.

Was ist Ihnen peinlich, wann werden Sie rot?
Wenn ich bei etwas ertappt werde, das meinen eigenen Prinzipien widerspricht.

Was schätzen Sie an sich?
Meine Kommunikationsstärke und die Fähigkeit, Fehler zugeben zu können.

Was möchten Sie gern ändern?
Ich würde gerne der hiesigen Bevölkerung Ängste und Sorgen nehmen vor den vor Krieg, Zerstörung und Hunger fliehenden Ausländern, die derzeit zu uns kommen. Außerdem die deutlich übertriebene Regelungsdichte in Deutschland.

Worüber können Sie lachen?
Über viele Bücher von Ephraim Kishon (z.B. Arche Noah – Touristenklasse), über Dieter Hildebrandt (Scheibenwischer und Notizen aus der Provinz) und heutzutage über Oliver Welkes Heute-Show.

Was regt Sie auf?
Mangelnde Sorgfalt bei der Arbeit, wie z.B. die neuerdings beträchtlich zunehmende Zahl von Rechtschreib- und Grammatikfehlern in Zeitungen (sorry!). Außerdem sind Erziehung und Manieren leider auf stark absteigendem Ast. Die Schulen sind mit der Rolle als Reparaturbetrieb für die Defizite des Elternhauses überfordert.

Was würden Sie für Geld nicht tun?
Menschen oder Tiere quälen.

Was ist für Sie Genuss?
Ein zartes argentinisches Steak mit Salat. Dazu natürlich ein Gläschen guten Rotweins.

Wobei werden Sie schwach?
(Meistens): Wenn eins meiner Kinder sich etwas gaaaanz dringend wünscht und dabei den „richtigen“ Augenaufschlag zückt.

Welcher Verzicht würde Ihnen am schwersten fallen?
Leider immer noch der auf die Zigarette.

Wer ist der Held Ihrer Kindheit?
Am ehesten fallen mir zwei ein: Obelix und Fred Feuerstein.

Haben Sie ein Vorbild?
Auch hier zwei: Nelson Mandela und der ehemalige Bundespräsident Roman Herzog.

Würden Sie gern woanders leben?
Außer in Altenburg noch am ehesten in Spanien (Festland).

Mit wem würden Sie gern mal einen Monat tauschen?
Mit Stefan Kretzschmar zu seinen besten Handballerzeiten als Linksaußen beim SC Magdeburg.

Welcher Politiker genießt Ihr Vertrauen?
Der stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende Wolfgang Kubicki und Wolfgang Gerhardt, Vorsitzender der liberalen Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, und ehemaliger FDP-Fraktionschef im Bundestag.

Was würden Sie gern – auch gegen den Willen einer Mehrheit – durchsetzen?
Die dauerhafte Abschaffung aller kriegerischen Auseinandersetzungen auf der Welt.

Wofür würden Sie viel Geld ausgeben?
(Wenn das denn für Geld zu haben wäre): Deutschland zu einem wirklich weltoffenen und optimistischen Land zu machen.„Die Welt zu Gast bei Freunden“ darf sich nicht nur auf die Zeit von Fußball-Weltmeisterschaften beschränken.

Was fehlt Ihnen zum Glück?
Meine leider viel zu früh verstorbene Ehefrau Jana.

Wofür sind Sie dankbar?
Für die beiden prächtigen Jungs Roberto und Ricardo, die sie mir hinterlassen hat.

Welches Ziel möchten Sie unbedingt noch erreichen?
Bei guter Gesundheit meine Kinder groß zu ziehen, bis sie als kundige und angenehme Zeitgenossen „flügge“ sind.

Was möchten Sie gern noch erleben?
Den Tag, an dem die erste Hälfte der Tagesschau nicht aus Mord, Totschlag, Zerstörung und Leid irgendwo auf der Welt besteht.

Welchen Satz hätten Sie gern in Ihrer Grabrede?
Bei ihm wusste man immer, woran man war.

Wen möchten Sie im Jenseits treffen?
Alle, die ich im Diesseits auch gerne um mich hatte und habe.