19.08.2003 | OTZ

Mit neuem Programm die Parlamente erobern

FDP-Kreisverband präsentiert Strategiepapier

Altenburg (OTZ/J. Borath). Am kommenden Samstag, 23. August, lädt der FDP-Kreisverband Altenburger Land zum liberalen Sommerfest ein. Auf dem Gelände der Altenburger Brauerei soll es dabei nicht nur locker-sommerlich zugehen, sondern es soll auch politisch werden.

Denn das Sommerfest ist der erste Termin, an dem die Liberalen aus dem Kreis ihr acht Punkte umfassendes Programm vorstellen möchten. Acht Punkte, an denen sie seit Januar mit neu gewähltem Vorstand feilten. Acht Punkte, für die sich zusammenrauften, um nach außen eine einhellige Meinung zu vertreten. Acht Punkte, mit denen die Liberalen bei der nächsten Kommunalwahl in Stadtparlamente sowie den Kreistag einziehen möchten.

Das Programm reicht von Stärkung der Wirtschaft, über Steuerpolitik, bis hin zum Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, Bildung und moderne Verwaltung sowie innerer Sicherheit und persönliche Freiheit. Wo liegen entscheidende Unterschiede zu anderen, im Kreis etablierten Parteien? “Natürlich wollen wir nichts radikal aus den Angeln heben”, erklärt FDP-Kreischef Karsten Schalla. “Wir möchten nur bestimmte Richtungen korrigieren, die eingeschlagen wurden.” Die FDP im Altenburger Land habe beispielsweise Wirtschaftskompetenz, weil es das tägliche Geschäft ihrer Mitglieder ist. Eine Kompetenz, die Schalla u. a. im Kreistag vermisst. Und wenn man einem Landratsamt vorstehe, müsse man seine Chefqualitäten unter Beweis stellen. Zumal dann, wenn man die Wirtschaft im Kreis zur Chefsache erklärt habe. Schalla fragt sich deshalb, weshalb Landrat Sieghardt Rydzewski also nur reagiere in Sachen Wirtschaft, aber nicht agiere.

“Auch wenn man uns das nicht glaubt, aber wir haben seit Januar zweimal monatlich zusammen gesessen, um uns neu auszurichten, um Klarheit in den Köpfen zu schaffen”, betont Schalla. Jetzt wollen die Liberalen an die Bürger herantreten, sie mit einbeziehen, ihre Vorschläge und Ideen aufnehmen.

Derzeit zählt der Kreisverband der FDP im Altenburger Land 53 Mitglieder, doch ist Karsten Schalla optimistisch. Schließlich waren es im Jahre 2002 gerade mal 30 Mitstreiter. Die Mehrheit aller Neuzugänge sei zudem jünger als 35 Jahre. “Doch wir werden aktiv bleiben müssen”, ist der FDP-Kreisverbandschef überzeugt.

Ziel ist auf jeden Fall der Einzug in Stadtparlamente und in den Kreistag. Und dies, so betonte Schalla, mit einem so satten Wahlergebnis, dass man den Liberalen dann gerne noch ein Prozent mausen könne und sie wären trotzdem noch dicke drinne im Kreisparlament.

Bis dahin wollen sie ins Gespräch kommen mit den Einwohnern im Altenburger Land. Erste Gelegenheit, über Partei und Programm zu debattieren, besteht am kommenden Samstag, ab 14 Uhr, auf dem Brauereigelände.