26.10.2003 | OTZ

FDP will Direktkandidaten zur Landtagswahl 2004

Feld nicht kampflos anderen überlassen

Altenburg (OTZ). Eröffnet wurde die Mitgliederversammlung der FDP mit einer engagierten Rede des Kreisvorsitzenden Karsten Schalla zur aktuellen politischen Lage in Bund, Land, Kreis und Stadt. Dabei legte der Liberale erneut den Finger auf die Wunde und wies auf die diversen Probleme und Missstände im Landkreis hin. “Insbesondere die parteiübergreifende Lethargie im derzeitigen Kreistag erfordert unsere ganze Anstrengung, mit einer starken liberalen Fraktion in den kommenden Kreistag einzuziehen”, so Karsten Schalla.

Im Anschluss an die Nachwahl von Rüdiger Schween in den FDP Kreisvorstand wurde in Anwesenheit des stellvertretenden Landesvorsitzenden Uwe Barth über die Auswahl und Aufstellung der Spitzenkandidaten für den Landtagswahlkampf diskutiert. Die liberale Basis im Altenburger Land war sich einig, dass die FDP nicht nur mit vollständigen Listen zur Kommunalwahl antreten soll, sondern auch mit zwei Direktkandidaten. “Wir haben ein gutes Programm und wir haben gute Leute. Warum sollten wir den anderen Parteien kampflos das Feld überlassen?”, brachte es Karsten Schalla auf den Punkt. Die sich seit Wochen abzeichnende Kandidatur von SPD Vize-Landrat Dr. Schubert bezeichnete er in diesem Zusammenhang als “Flucht nach vorne”, die Kandidatendiskussion in der CDU als Ausdruck ihres derzeitigen Zustandes im Landkreis. Die Diskussion um ihre Kandidaten würden die Liberalen in den kommenden Wochen führen, um sie möglichst im November zu wählen und der Öffentlichkeit vorzustellen. Weitere Tagesordnungspunkte waren die Wahl der Delegierten zur Vertreterversammlung zur Europawahl sowie die Auszeichnung der Mitglieder Karl-Heinz Hugon und Klaus Kertscher mit der Theodor-Heuss-Medaille in Gold für ihre 45- bzw. 40-jährige treue und aktive Mitarbeit bei den Liberalen.