03.05.2004 | OTZ

FDP-Kreisverband fühlt sich offenbar übergangen

Liberale nicht eingeladen zu Mai-Kundgebung

Altenburg (OTZ/J. Borath). Die FDP im Landkreis fühlt sich offensichtlich übergangen, weil sie vom DGB-Kreisverband Altenburger Land nicht zur Kundgebung am 1. Mai an den Altenburger Teichterrassen eingeladen wurde. Lediglich Birgit Klaubert (PDS) und Frank Augsten (Bündnis 90/Die Grünen) haben an der Gesprächsrunde am Samstag teilgenommen, kritisiert der stellvertretende FDP-Kreischef Torsten Grieger gestern in einer Pressemitteilung.

“Vermutlich war den Gewerkschaftern nicht an kritischen Stimmen in ihrer Runde gelegen”, so Grieger in seinem Schreiben. Dies zeige in den Augen der Liberalen ein weiteres Mal das wahre Gesicht und das Demokratieverständnis der Gewerkschaften: “Hier wird nicht die offene Diskussion und der Konsens gesucht”, meint der Sprecher der Liberalen. “Der DGB möchte seine Mitglieder lieber ohne kritische Gegenstimmen auf seinen gesellschaftlichen Konfrontationskurs einschwören.” Der DGB-Kreisverband Altenburger Land hatte anlässlich der Kundgebung zum 1. Mai an den Teichterrassen in Altenburg unter anderem jene Parteien eingeladen, deren hiesige Vertreter in der zu Ende gehenden Legislaturperiode in den Parlamenten auf Kreis- und Landesebene in Thüringen die derzeitige Politik mitbestimmen. Damit wollten die DGB-Mitgliedsgewerkschaften ermöglichen, dass die Besucher der Maikundgebung am Samstag ins Gespräch kommen mit den Politikern. Nur PDS und Bündnis 90/Die Grünen waren der Einladung gefolgt, SPD und CDU nicht. Im Vorfeld der Veranstaltung hatte DGB-Kreischef Herbert Gräfe betont, dass diese geplante Diskussionsrunde keine Wahlkampfveranstaltung werden solle (OTZ berichtete).

Die PDS im Altenburger Land hatte die Kundgebung an den Teichterrassen am Samstag mit finanziert und gehörte somit neben dem DGB-Kreisverband zu den Einladern.