07.05.2004 | OVZ

Altenburg braucht ein neues Rathaus

Altenburg (OVZ). Mit der wahrscheinlich kürzesten Wahlversammlung hat die Altenburger FDP ihre Stadtratskandidaten nominiert. Nur fünf stimmberechtigte Mitglieder waren anwesend, entsprechend schnell die Listen ausgezählt. Nach knapp einer Stunde standen die 15 Kandidaten fest, mit denen die freien Demokraten in den Wahlkampf ziehen und mindestens fünf Mandate erringen wollen.

Umso umfangreicher präsentiert sich jedoch die Liste der Forderungen und Vorstellungen, der programmatischen Ansätze, mit denen die Liberalen nach zehn Jahren Abstinenz in der Altenburger Stadtpolitik wieder ein Wörtchen mitreden wollen. “Denn”, so Torsten Grieger, “der Stadtrat braucht frischen Wind, neue Ideen, endlich engagierte und kompetente Abgeordnete.” Rückwärtsgerichtete Entscheidungen wie jüngst zum Keplerplatz, wo privates Engagement von einer Koalition aus CDU und PDS abgebügelt worden sei, müssten der Vergangenheit angehören.

Die FDP will sich außerdem unter anderem für ein Kunststoffapplikationszentrum und eine Fachhochschule in Altenburg, für die Gründung einer Stadtmarketinggesellschaft, das Altenburger Musikfestival in seiner alten Form als Sommerakademie für Studenten, für ein privates Ganztags-Gymnasium mit Internat stark machen. Außerdem dürfe man die Augen nicht vor der demografischen Entwicklung verschließen und die Senioren nicht länger vernachlässigen. Besonders das Rathaus sei in keiner Weise senioren-, geschweige denn behindertengerecht. Die FDP will deshalb gleich zu Beginn der kommenden Wahlperiode die Weichen für den Neubau eines zentralen Verwaltungsgebäudes am oberen Topfmarkt stellen. Das alte Rathaus soll nach dessen Fertigstellung nur noch für touristische und repräsentative Zwecke genutzt werden, so die Ziele der Liberalen.