12.05.2004 | OTZ

FDP mit Resonanz der Bürger recht zufrieden

Altenburg (OTZ/ulg). Am Samstag haben die Liberalen mit einem Infostand vor dem Altenburger Rathaus den Straßenwahlkampf eröffnet. In Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern wurde das Wahlprogramm für die Stadt Altenburg ebenso diskutiert wie die Rücktrittsforderungen der Liberalen an Landrat Sieghardt Rydzewski (SPD).

“Die meisten Altenburger sind erstaunlich gut informiert über die Aktivitäten der FDP“, so der liberale Spitzenkandidat für den Altenburger Stadtrat, Torsten Grieger, bei der anschließenden Auswertung im Café “Bellinis”. “Es gab sehr viel Zuspruch zu unserem Wahlprogramm, wobei insbesondere die Themenbereiche Bildung und Rathausneubau Inhalt der Gespräche waren. Darüber hinaus war natürlich unsere Rücktrittsforderung das Thema Nummer eins. Viele Bürger haben sich 2000 von den vollmundigen Versprechungen Rydzewskis blenden lassen, sind enttäuscht und haben ihr Vertrauen in die Politik verloren. Sie sind wie wir entsetzt, dass Rydzewski jetzt auch noch zum Absprung nach Erfurt ansetzt und unterstützen unsere Rücktrittsforderung. Zugleich machen sie uns Mut, jetzt nicht aufzugeben und weiter offen und ehrlich die Missstände im Landkreis aufzuzeigen”, sagte Grieger.

Für bedenklich halten die Liberalen das völlige Desinteresse vieler Jungwähler. Wie bereits die Veranstaltung des Kreisjugendrings am Donnerstag gezeigt habe, so FDP-Kreischef Karsten Schalla, fühlen sich viele Jugendliche von der Politik nicht verstanden bzw. allein gelassen. Die Liberalen haben mit Michael Mörs in Altenburg einen jungen Kandidaten auf Platz drei ihrer Stadtliste, damit in der nächsten Wahlperiode die Interessen der Jugendlichen mit Sitz und Stimme im Stadtrat vertreten seien.

Wahlkampf im Altenburger Land mit Parteichef

Plakat-Aktion: Im Rahmen seiner Thüringer Klebe-Aktion kam FDP-Bundeschef Wolfgang Gerhardt zur Wahlkampfhilfe nach Altenburg. Von Regenschauern unbeeindruckt, vollendete er zusammen mit dem Geraer Landesvorstandsmitglied Percy Wesselly ein Großplakat gegen die Abwanderung junger Menschen aus dem Freistaat – ganz bewusst neben einem Plakat von CDU-Ministerpräsident Dieter Althaus nebst Gattin plaziert, die “in Thüringen gern zu Hause” sind. “Das trifft doch den Nagel auf dem Kopf”, kommentierte Gerhardt die Kombination. Bei dem Thema gebe es nichts zu beschönigen, und deshalb habe es die FDP aufgegriffen.