17.06.2004 | OTZ

Kommentiert

Forderung der FDP

Von Ulrike Grötsch

Nach den wöchentlich wechselnden Plakaten der FDP vorm Landratsamt vor der Landtagswahl, bei denen sie Passagen des Landrates aus seinem 2000er Wahlprogramm und den aktuellen Stand der Umsetzung sowie seine im Vorfeld avisierten Innenministerposten aufs Korn genommen haben, bleiben die Liberalen im Landkreis auch weiter am Thema Landrat dran.

Die FDP fordert nämlich die Sozialdemokraten auf, sich öffentlich von Landrat Rydzewski (SPD) zu distanzieren. Schon seit Wochen greifen die Liberalen immer wieder den wie sie schreiben “ebenso selbstherrlichen wie selbstgefälligen Führungsstil von Landrat Rydzewski” an. Seine Äußerungen von Sonntagabend gegenüber der Presse zeigen einmal deutlich sein gestörtes Demokratieverständnis, meinen die Liberalen. “Die Arroganz der Macht hat gesiegt”, so Sieghardt Rydzewskis Kommentar zum Ergebnis der Landtagswahl (OTZ berichtete). Dazu meint FDP-Kreisvorsitzender Karsten Schalla: “Es scheint, als habe Herr Rydzewski ziemlich große Schwierigkeiten, ein demokratisches Wahlergebnis zu akzeptieren. Wie sonst lässt sich seine Äußerung erklären? Auch die FDP hat ihr Ziel, wieder in den Landtag einzuziehen, nicht erreicht”, ergänzt der Spitzenkandidat der Liberalen für den Altenburger Stadtrat, Torsten Grieger, aber deshalb kämen die Liberalen im Kreis nie auf die Idee, den Wählerwillen derart zu verunglimpfen. “Ich denke, spätestens jetzt sollte der Zeitpunkt gekommen sein, dass sich die Kreis-SPD öffentlich von ihrem Spitzenkandidaten distanziert”, meint Grieger und eröffnet damit eine weitere Runde im Kampf der Liberalen gegen den Landrat. Allerdings betonte der Landrat gestern gegenüber OTZ, er habe am Sonntagabend gesagt, dass die Arroganz der Macht in Erfurt nun noch zunehmen werde.