29.06.2004 | OTZ

Christdemokraten sind im Kreistag stärkste Fraktion

Geringere Wahlbeteiligung als 1999

Altenburg (OTZ/ulg). Nachdem die Stadt Altenburg in der Nacht die Auszählung der Stimmen für den Kreistag unterbrochen hatte, wurde am Montagvormittag die Auszählung der Stimmen wieder aufgenommen. Am Mittag lag das Ergebnis aller 137 Stimmbezirke des Altenburger Landes vor.

Die Wahlbeteiligung im Altenburger Land lag nur bei 46,2 Prozent. Denn von den 91 845 Wahlberechtigten nahmen nur 42 415 ihr Wahlrecht in Anspruch. Ungültige Stimmabgaben wurden 2 308 registriert. Es gab 40 107 gültige Stimmabgaben und damit 118 132 gültige Stimmen, die auf die einzelnen Kandidaten entfielen.

Die CDU zieht danach als stärkste Fraktion in den Kreistag ein. Die PDS rangiert auf Rang zwei in der Gunst der Wähler und die SPD auf Platz drei. Auch die FDP erreichte ihr gestecktes Ziel, endlich wieder in den Kreistag einzuziehen, nachdem sie im Jahr 1999 den Einzug nur hauchdünn verpasste und damals die UWG ins Kreisparlament kam. Die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) trat aber diesmal nicht wieder für den Kreistag des Altenburger Landes an.

Von den gültigen Stimmen entfielen auf die CDU 51 634 Stimmen, das entspricht 43,7 Prozent. Für die PDS wurden 33 846 Stimmen ausgezählt, das entspricht 28,7 Prozent. Die SPD kam auf 23 851 Stimmen und damit auf insgesamt 20,2 Prozent. Für die FDP stimmten 8 801 Wählerinnen und Wähler. Das entspricht 7,5 Prozent.

Laut vorläufigem Endergebnis heißt das bei der Sitzverteilung im Kreistag, dass die CDU 20 Sitze erhält. Die PDS wird mit 13 Kreisräten vertreten sein. Die SPD erhält neun Sitze im Kreisparlament und die FDP erzielt vier Sitze im künftigen Kreistag.

Für die CDU ergibt sich folgende Stimmverteilung: Christian Gumprecht (16 578 Stimmen), Fritz Schröter (8 157), Herbert Köhler (5 008), Christiane Arndt (3 211), Johannes Ungvári (2 652), Dr. Karsten Waldenburger (1 490), Jürgen Ronneburger (1 069), Andreas Sonntag (879), Barbara Golder (805), Herbert Kern (658), Stephan Etzold (648), Michael Apel (625), Dr. Alexander Büring (584), Dr. Hans Horny (520), Ludwig Stefan Dobmaier (503), Uwe Melzer (492), Peter Rieger (481), Hubert Blawatt (466), Hans-Jürgen Kasper (402) und Fred Reichel (371).

Für die PDS ergibt sich folgende Stimmverteilung: Michaele Sojka (14 317 Stimmen), Kati Klaubert (4 640), Frank Tempel (3 320), Klaus Hübschmann (1 313), Barbara Plötner (717), Peter Bergner (629), Klaus Börngen (614), Bernd Burkhardt (498), Peter Mäder (478), Sabine Fache (460), Heinz-Dieter Plötner (432), Gert Pietsch (418) und Barbara Ebert (382).

Für die SPD ziehen laut vorläufigem Ergebnis in den Kreistag: Dr. Hartmut Schubert (4 553 Stimmen), Michael Wolf (4 266), Sieghardt Rydzewski (3 873) Er kann das Mandat nicht annehmen, da er in seiner Funktion als Landrat schon im Kreistag wirkt. Gabriele Matzulla (2 280), Wolfgang Scholz (1 257), Martina Zehmisch (611), Volker Schemmel (582), Sabine Franke (525), Wolfram Schlegel (415), Peter Mittelstädt (366) wohl als Nachrücker für Sieghardt Rydzewski.

Für die FDP holte Karsten Schalla 2 436 Stimmen. Hans-Jürgen Heitsch (1 466), Hans Peter Bugar (1 394) und Rolf Hermann (287).

PDS zweitstärkste Kraft

SPD und CDU verbuchen leichtes Plus

Altenburg (OTZ). Bei den Wahlen zum Altenburger Stadtrat konnte die PDS als einzige Partei deutlich zulegen, auch SPD, CDU und FDP gewannen Prozente hinzu, gleichwohl scheiterten die Liberalen an der Fünf-Prozent-Hürde. Im neuen Stadtrat hat die CDU 14 Sitze, die PDS ist mit 12 Sitzen jetzt zweitstärkste politische Kraft und die SPD besetzt wie bislang auch 10 Sitze. Die UWG (Unabhängige Wählergemeinschaft), die 1999 noch 7 Prozent geholt hatte, trat nicht an. Auch Bündnis 90/Die Grünen standen nicht zur Wahl. Die Wahlbeteiligung lag bei nur 38,7 Prozent, sie hatte 1999 noch bei 46,3 Prozent gelegen.

Die CDU konnte zur 99er Wahl 1 Prozent gewinnen, kommt auf 37,5 Prozent. Die PDS legte um 6,4 Prozent zu und erreicht 30,6 Prozent. Die SPD verbucht plus 1,4 Prozent und kommt auf 27,4 Prozent. Die FDP legt 1,3 Prozent zu und liegt bei 4,4 Prozent.