30.07.2004 | OTZ

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Knapp daneben

Von Bernd Kemter

“Knapp daneben, ist auch vorbei”, mit diesem resignierenden Spruch wertete der Spitzenkandidat der Liberalen, Torsten Grieger, das Ergebnis seiner Partei bei den Stadtratswahlen in Altenburg. “Mit 4,44 Prozent haben wir zwar deutlich an Stimmen hinzugewonnen, es reicht aber nicht, um aktiv die Politik in unserer Stadt mit zu gestalten. Dies war unser erklärtes Ziel, und das haben wir verfehlt.”

Worin liegen die Gründe für dieses Abschneiden? Die Liberalen vermuten wohl nicht zu unrecht, dass sie zu wenig prominente Kandidaten auf ihrer Liste hatten, um die Fünf-Prozent-Hürde zu überspringen. Einfach hatten es die Liberalen freilich nicht, ihnen blieb zu wenig Zeit, als sie vor etwa einem Jahr damit begannen, sich neu zu formieren. Allerdings gelang es ihnen, sogar Nicht-Parteimitglieder einzuwerben. Klappte der Sprung in den Stadtrat (noch?) nicht, so bekommen sie nun im Kreistag wieder Gelegenheit, ihren politischen Ansichten Geltung zu verschaffen. Immerhin konnte die FDP dort vier Sitze verbuchen. Außerdem bemüht sich die Partei erklärtermaßen darum, in Altenburg einen Ortsverein zum Leben zu erwecken. Auch in anderer Hinsicht haben sich die Mühen der Liberalen im Wahlkampf gelohnt: Sie sind ebenfalls im Schmöllner Rathaus vertreten.