05.04.2005 | OVZ

OVZ-Aprilscherz hat ungeahnte verkehrspolitische Folgen

FDP möchte Strecken-Privatisierungen prüfen

Altenburg. Mit den Scherzen – auch denen zum 1. April – ist das so eine Sache: Die einen schmunzeln, andere ärgern sich, dass sie reingefallen sind. Wieder andere glauben, sie verstehen durchaus Spaß, aber bitte nicht gerade mit diesem oder jenen Thema.

Und dann gibt es noch die Liberalen, die zumindest im Altenburger Land für jeden Denkanstoß dankbar sind. Die FDP sehe im Aprilscherz der OVZ zur Wiederinbetriebnahme der Bahnstrecke Altenburg-Zeitz durchaus überlegenswerte Ansätze, wie sie noch am Freitag per Pressemitteilung wissen ließ.

In diesem Zusammenhang verweisen die Liberalen auf einen ARD-Fernsehbeitrag am Mittwochabend, in dem eindrucksvoll gezeigt wurde, wie in anderen Ländern sehr erfolgreich Verkehrseinrichtungen privatisiert wurden. “Ob Straße oder Schiene,” so Pressesprecher Torsten Grieger, “die Liberalen werden jede private Initiative unterstützen. Im Bund ebenso wie vor Ort. Und warum darf nicht auch ein Aprilscherz Anstoß zu neuen Überlegungen sein?”

Aus Sicht der FDP könne es interessant sein, ausgehend von der Strecke Altenburg-Zeitz eine Strecke Altenburg-Halle/S. oder sogar Chemnitz-Halle/S. über Altenburg zu überprüfen. Auch wenn als Betreiber nicht unbedingt der Kohlebahnverein in Betracht käme, sondern zum Beispiel die Firma Connex oder ein anderer regionaler Anbieter.

“Womit wir Dr. Waldenburger natürlich nicht von vorn herein ausklammern wollen,” so augenzwinkernd der Pressesprecher des FDP-Kreisverbandes Altenburger Land.