07.04.2005 | TLZ

Flughafen sucht sich Beistand

Altenburg/Frankfurt/Main (dpa/tlz). Der Flughafenbetreiber Fraport (Frankfurt/Main) will dem Flugplatz Altenburg-Nobitz zur Seite stehen. Für zunächst sechs Monate sei zwischen den beiden Luftfahrtunternehmen ein Beratungsvertrag geschlossen worden, sagte Jürgen Grahmann, Geschäftsführer des ostthüringischen Flughafens Altenburg-Nobitz. “Fraport ist eine Flughafen-Betreibergesellschaft, die zu den Weltmarktführern zählt. Das Knowhow, das wir uns einkaufen, kann für die Entwicklung des Altenburger Flugplatzes nur von Vorteil sein”, sagte Grahmann weiter. Fraport betreibt neben dem Flughafen Frankfurt auch den Regionalflughafen Hahn, deutsches Hauptdomizil des irischen Billigfliegers Ryanair. Ryanair verbindet auch Altenburg mit London. Luftfahrtexperten sehen in dem überraschenden Vertrag mit Fraport einen entscheidenden Schritt zu mehr Professionalität im Management des kleinen Ostthüringer Flughafen.

Unterdessen sorgen die Sachsen für Aufruhr. Sie sollen die Hinweisschilder für den Flugplatz Altenburg-Nobitz entfernt haben. Das Regierungspräsidium Leipzig habe dies damit begründet, dass die Tafeln verkehrssicherheitstechnischen und straßenverkehrsrechtlichen Bestimmungen widersprochen hätten, sagte ein Sprecher der FDP im Altenburger Land. Die FDP bezeichnete die Aktion als sächsischen Schildbürgerstreich. Den Passagieren aus dem Nachbarfreistaat werde die Anreise erschwert. Die Verkehrsminister von Thüringen und Sachsen wollen den sächsischen Passagieren hingegen die Fahrt zum Flugplatz erleichtern. Sie einigten sich darauf, dass Thüringen die Planung für das Weiterführen der B 7 auf sächsischer Seite übernimmt. Damit soll die B 7 an die A 72 (Altenburg-Frohburg) angebunden werden.