11.08.2005 | OTZ

Flugplatzthematik hat bei den Liberalen oberste Priorität

FDP-Landes-Generalsekretär Patrick Kurth dreht Runde über Nobitz

Von OTZ-Redakteurin Ulrike Grötsch

Nobitz. Der Generalsekretär der FDP in Thüringen, Patrick Kurth, begab sich mit dem FDP-Kreisvorsitzenden Karsten Schalla, quasi als Wahlkampfauftakt im Altenburger Land, in die Luft.

Vom Flugplatz Nobitz aus starteten sie zu einem Rundflug über das Kreisgebiet.

Damit wolle man demonstrieren, dass sich die FDP für den Nobitzer Flugplatz einsetze, sagte Patrick Kurth, der auch den Bundestagskandidaten für den Wahlkreis 196, Greiz und das Altenburger Land, Jens Zimmer, mitgebracht hatte. Nach Ansicht der Liberalen belebe es das Geschäft, wenn in einer Region drei, vier Flugplätze vorhanden sind. Dies sei für die Infrastruktur gut. Dabei sollte keiner der Flugplätze seitens des Landes allein gelassen werden, argumentierte der Landes-Generalsekretär. Entgegen der Aussage aus Erfurt, so Kurth, sei der Erfurter Flughafen über Jahre bezuschusst worden, auch einzelne Flüge, wusste er. Dagegen seien, so Kurth, dem Nobitzer Flugplatz nur Steine in den Weg gelegt worden. Er sprach das Thema der Start- und Landegenehmigungen im Jahr 2003 sowie das Startverbot im Dezember 2004 in Nobitz an, da Baumfragen offensichtlich zwischen Sachsen und Thüringen nicht zu klären waren. Dies erinnerte Kurth eher an ein Stück Mittelalter, als jeder Kurfürst seine Landesgrenzen strikt abriegelte. Unerklärlich für den FDP-Generalsekretär Thüringens sei auch, dass auf sächsischer Seite die Hinweisschilder für den Flughafen abmontiert wurden.

Im Falle des Nobitzer Flughafens müsse man Stärke zeigen. Um allen zu demonstrieren, wie schön das Fliegen von Nobitz aus sei, habe er sich entschlossen, diese Aktion durchzuführen, so Kurth. Wenn ein Flugplatz wenig Liebe erhält, ging er auf aktuelle Berichte einer großen deutschen Tageszeitung ein, dann sei es kein Wunder, dass der Flugplatz dann auch eine schlechte Presse bekomme, urteilte Kurth. Er forderte, den Nobitzer Flugplatz in Ruhe zu lassen, wenn es die Landesregierung schon versäumt habe, eine entsprechende Förderung des Platzes ins Altenburger Land zu bringen.

Laut Karsten Schalla habe der Aufsichtsrat des Flugplatzes alles daran gesetzt, bald den Ausbau der Landebahn fortzuführen. Das Land lasse mit einer Zusage aber bis heute auf sich warten, so dass man wohl eigenes Geld vom Landkreis und der Gesellschaft in die Hand nehmen müsse, um dies zu tun. Denn nur so könne der Flugbetrieb erweitert werden, schließlich stehe Ryanair in den Startlöchern. Sollte sich in den nächsten Wochen in Erfurt nichts tun, so Schalla, würden Aufsichtsrat und Gesellschafter den Startschuss dazu geben. Er bat den Bundestagskandidaten, für den Ausbau des Platzes in angrenzenden Kreisen zu werben.