22.03.2006 | OTZ

Im Landratsamt bisher nur ein Wahlvorschlag

In Altenburg sowohl für Landrat als auch für Oberbürgermeister nur ein Bewerber vorliegend

Löbichau (OTZ/Ulrike Grötsch). Im Altenburger Land ist es derzeit noch ziemlich geruhsam, was die Wahlen angeht.

Derzeit befinden sich die Parteien noch fast im Dornröschenschlaf. Bis zum 24. März, um 18 Uhr, müssen nämlich die Wahlvorschläge für die am Sonntag, dem 7. Mai, stattfindende Landrats-, Oberbürgermeister- und Bürgermeisterwahl bei den jeweiligen Wahlleitern vorliegen und die Wahlunterlagen eingereicht werden.

Drei Tage vor Ultimo also, gibt es beim Kreiswahlleiter bislang einen einzigen Vorschlag für das Amt des Landrates, und der stammt von der SPD. Und das ist Landrat Sieghardt Rydzewski, den die Sozialdemokraten nominiert hatten.

Weder die Christdemokraten, sie hatten auf ihrer Kreisparteiwahlversammlung Dr. Wolfhardt Tomaschewsky zu ihrem Kandidaten gekürt, noch die FDP, die in Gleina Daniel Scheidel für dieses Amt nominierte, haben ihre Vorschläge bisher eingereicht. Interessant ist diese Konstellation, da gleich zwei Kontrahenten aus dem Altenburger Rathaus nicht nur gegeneinander, sondern quasi auch gegen den derzeitigen Landrat antreten. Hoffentlich, so wünschen sich viele, gibt es bei einer Dreier-Kandidatur nicht auch noch eine Stichwahl. Die wäre dann am 21. Mai fällig, sollte keiner der Drei im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erhalten.

Bei Gemeindewahlleiter Wolfgang Linß in Schmölln gingen zwei Bewerbungsunterlagen ein. In der vergangenen Woche waren es die des Schmöllner Bürgermeisters Herbert Köhler (parteilos) und am gestrigen Tag kamen die Unterlagen vom ebenfalls parteilosen Jürgen Keller, der für die PDS antritt, im Schmöllner Rathaus beim Gemeindewahlleiter an.

In Altenburg war von Ubald Greger, dem Gemeindewahlleiter der Skatstadt, zu erfahren, dass bisher nur ein Vorschlag vorliegt. Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) kann sich genüsslich zurücklehnen und braucht vielleicht gar keinen Wahlkampf zu führen. Erst heute entscheidet die CDU endgültig, ob sie nicht doch noch mit eingeflogener Kandidatin aus Jena den Kampf um den Posten des Oberbürgermeisters in Altenburg aufnimmt.

In Rositz ist Bürgermeisterin Petra Sporbert (SPD) Gemeindewahlleiterin. Das deutet bereits darauf hin, dass sie nicht mehr kandidieren wird, denn nur dann kann sie nämlich dieses Amt als Gemeindewahlleiter auch ausüben. Aber die Rositzerin verabschiedet sich in den Ruhestand. In Rositz gibt es mit Stand von gestern vier und damit die meisten Bewerber bislang. Steve Bauriedel-Lehmann stellten die Kameraden der Feuerwehr als Kandidaten auf. Elke Gottlieb tritt für die PDS an. Ob Steffen Stange (SPD) in die Fußstapfen von Petra Sporbert treten kann, das entscheiden die Wähler am 7. Mai. Schließlich haben sie auch noch einen CDU-Kandidaten mit Mario Eckert zur Auswahl. Während es bislang zumeist zu Gerangel zwischen den Männern kommt bei den anstehenden Wahlen, stehen in Rositz drei Männer einer Frau im Wahlkampf gegenüber.

Am 4. April tagen die Wahlausschüsse und dort geben die Gemeindewahlleiter nach Prüfung der Unterlagen bekannt, ob alle Bewerber zur Wahl zugelassen sind.