26.04.2006 | OVZ

FDP-Bundestagsfraktionschef Wolfgang Gerhardt unterstützt Landratskandidat Daniel Scheidel

Selbstbewusst Flagge zeigen

Altenburg (G.N.). Prominente Unterstützung für seinen Wahlkampf erhielt gestern FDP-Landratskandidat Daniel Scheidel vom Bundestags-Fraktionschef der Liberalen, Wolfgang Gerhardt. Der langjährige Parteichef der FDP nutzte einen Thüringen-Aufenthalt, bei dem er heute auf den Jenaer Wirtschaftstagen sprechen wird, für einen Abstecher ins Altenburger Land.

Denn der Versuch der Osterländer Parteifreunde, das Landratsamt zu gewinnen, ist für freidemokratische Verhältnisse durchaus ungewöhnlich. Zwar stellt die Partei bundesweit etwa 400 Bürgermeister, aber kaum einen Landrat. Und auch bei den Gemeindeoberhäuptern liegen die Stärken der FDP eher in den Städten als im flachen Land.

“Es ist aber richtig, Flagge zu zeigen und anzutreten”, bestärkte Gerhardt seine Altenburger Parteifreunde. Zum einen habe man interessante politische Angebote für die Bürger parat, wie beispielsweise der Dresdner FDP-Oberbürgermeister gerade mit der kompletten Entschuldung seiner Stadt bewiesen habe. Zum anderen würden solche Kandidaturen auch das Selbstbewusstsein der Partei stärken, werde den Bürgern ein gänzlich anderes Bild vermittelt, als es sonst vom Fernsehen aus Bundestag und Landtagen geprägt sei. Und schließlich seien gerade in Ostdeutschland auch die Chancen für die Liberalen größer als in den alten Bundesländern, weil sich die Menschen hier bei Wahlen viel mehr an den Personen orientieren würden.

Scheidel hatte den Bundestagsfraktionschef darüber informiert, dass die FDP bei den Kommunalwahlen vor zwei Jahren im Altenburger Land die meisten Ziele erreichte – so wurde der Wiedereinzug in den Kreistag und in den Schmöllner Stadtrat geschafft und nur der Sprung in den Altenburger Stadtrat verfehlt. Nun sei es das erste Ziel im Landratswahlkampf, die Stichwahl zu erreichen.

Gerhardt hatte bei seiner Altenburg-Visite der Destillerie & Liquerfabrik einen kurzen Besuch abgestattet und war anschließend auf dem Markt und in der Gaststätte Bellini's mit Gewerbetreibenden ins Gespräch gekommen.