20.10.2006 | OTZ

Bürgermeister Rolf Hermann geehrt

Ehrenbrief vor höchstem Gremium des Landkreises verlesen und überreicht

Redakteurin Ulrike Grötsch

Altenburg. Mit einem Ehrenbrief, im Auftrag des Thüringer Ministerpräsidenten Dieter Althaus (CDU) verlesen vor dem Gremium des Kreistages, wurden am Mittwochabend die Arbeit und das persönliche Engagement des Löbichauer Bürgermeisters Rolf Hermann (FDP) gewürdigt.

Als er vor 16 Jahren das Bürgermeisteramt der Gemeinde Löbichau übernahm, war das eine große Herausforderung. schätzte Landrat Sieghardt Rydzewski (SPD) ein. Es galt, Verantwortung für die Gestaltung und Entwicklung eines Ortes zu übernehmen, der über viele Jahrzehnte vom Uranerzbergbau und der Geschichte der Wismut geprägt war. Bis heute liegt ein langer, nicht immer ganz einfacher, aber sehr erfolgreicher Weg hinter dem Bürgermeister und dem Gemeinderat. Rolf Hermann kann zurecht stolz auf das Erreichte sein. Die Entwicklung der Gemeinde ist vorzeigbar und trägt eindeutig seine Handschrift.

Löbichau hat sich zu einem lebenswerten ländlichen Ort mit einer sehr guten Infrastruktur, einem lebendigen Vereinsleben und einer funktionierenden Wirtschaft entwickelt. Letzteres gilt besonders auch für das Gewerbegebiet Beerwalde, das durch die Initiative von Bürgermeister und Gemeinderat seit 1991 stetig wächst. Dort sind heute über 1000 Menschen aus der Region beschäftigt, heißt es in dem Schreiben vom Land.

Die Erhaltung historischer Bausubstanz spielt im Ort ebenso eine große Rolle. So wurde die Gemeindeverwaltung im Wirtschaftshof des Schlosses eingerichtet, der neue Gemeindesaal ist in der alten Scheune entstanden, ein denkmalgeschützter ehemaliger Schafstall wird umfangreich saniert und als Vereins- und Feuerwehrhaus ein wichtiger Treffpunkt für die Einwohner von Löbichau sein. Auch der Orgelverein erfährt bei seinem Sanierungsvorhaben jederzeit große Unterstützung.

“Sie sind mit Leib und Seele ein Bürgermeister, der selbst nach einem anstrengenden Arbeitstag immer ein offenes Ohr für die Anliegen der Einwohner hat”, lobte der Landrat. Wer schon einmal bei Veranstaltungen, Hofkonzerten oder Wanderungen zu Gast in Löbichau war, weiß, wie herzlich man in der Gemeinde empfangen wird. Man spürt aber genauso deutlich, wie ernst der gesamte Gemeinderat seine Aufgaben nimmt und wie verantwortungsbewusst diese umgesetzt werden.

Dieser “besondere Geist”, mit dem er sich der Gemeinde widme, sei auch in vielen anderen Bereichen spürbar. Als Förderer von zahlreichen kulturellen Veranstaltungen zeigt der Löbichauer Bürgermeister ebenfalls außergewöhnliches Engagement. Beim Buga-Begleitprojekt des Landkreises Altenburger Land ist er ein aktiver Partner und Mitgestalter. Ganz sicher auch, weil es ihm wichtig ist, die Erinnerung an die Wismut-Vergangenheit wach zu halten und dabei gleichzeitig den Blick in die Zukunft zu richten.

Was Rolf Hermann auch auszeichnet, ist die Fähigkeit, andere Menschen und ganz besonders seine Mitarbeiter mit dem eigenen Elan anzustecken, heißt es weiter. Er achtet die Menschen, die mit ihm gewirkt, Historisches erhalten oder Neues aufgebaut haben und die heute gemeinsam mit ihm Löbichau voranbringen.

Landrat Sieghardt Rydzewski dankte Rolf Hermann für sein umfangreiches Engagement und seine bisherige erfolgreiche Arbeit.

Als Zeichen der hohen Wertschätzung und der Bedeutung seines Wirkens für die Region verlieh der Landrat ihm im Namen des Ministerpräsidenten Dieter Althaus den “Ehrenbrief des Freistaates Thüringen”.

Zu dieser Auszeichnung gratulierte der Landrat Bürgermeister Rolf Hermann sehr herzlich.

Zudem wünschten ihm auch die Fraktionsvorsitzenden der im Kreistag vertretenen Parteien viel Erfolg und weiterhin die gleiche Kraft, Freude und Zielstrebigkeit, die sein vielfältiges Engagement bisher bestimmt haben.