16.11.2006 | OVZ

Kreistag ließ sich blenden

FDP beklagt Schweigen zu Landrats-Alleingängen

Altenburg. Mit Enttäuschung und Verbitterung haben die Liberalen im Altenburger Land die Personalentscheidung des Krankenhaus-Aufsichtsrates vom Montagabend zur Kenntnis genommen, erklärte die Partei gestern per Pressemitteilung. Der Anstellungsvertrag mit Dr. Gundula Werner als weiterer Geschäftsführerin sei in Kraft, erneut habe Landrat Sieghardt Rydzewski mit aller Macht seine Ziele durchgedrückt. Der SPD-Politiker habe erneut nach Gutsherrenart schalten und walten können.

Unter Hinweis auf die Kritik des Landesverwaltungsamtes bedauern die Liberalen ausdrücklich, dass sich der Kreistag erneut entmündigen und von Rydzewskis offensichtlich gelogener Behauptung gegenüber Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf blenden ließ, ihm läge ein Gutachten vor, dass seine Rechtsauffassung bestätige.

“Es ist schon enttäuschend, wenn die FDP als kleinste Fraktion im Kreistag die Rolle der einzig ernstzunehmenden Opposition und Kontrollinstanz übernehmen muss. Die krisengeschüttelte CDU ist mehr mit sich selbst beschäftigt und die Linkspartei funktioniert im Landkreis bald wieder so gut wie vor der Wende”, bemerkte FDP-Chef Karsten Schalla.