05.02.2007 | OVZ

Personalmauschelei

FDP fordert Vertagung

Altenburg. Angesichts aktueller Medienberichte fordert die FDP im Altenburger Land die Kreistagsmitglieder aller Fraktionen auf, die Entscheidung über die Bestellung einer neuen Geschäftsführerin der Schmöllner Heimbetriebsgesellschaft zu vertagen. Im nichtöffentlichen Teil der Kreistagssitzung übermorgen Abend soll die ehemalige Chefin der Neuen Arbeit, Gabriele Matzulla, diesen bislang von der neuen Krankenhausgeschäftsführerin Gundula Werner besetzten Posten erhalten (OVZ berichtete). Matzulla sitzt mit SPD-Mandat selbst im Kreistag und ist zugleich ehrenamtliche Vize-Landrätin.

Schon seit Wochen habe die Frage, ob Landrat Rydzewski versucht, nach Werner nun auch Matzulla auf einem Versorgungsposten unterzubringen, unausgesprochen im Raum gestanden. Nun erhalte sie “durch Enthüllungen von TV Altenburg und der Osterländer Volkszeitung eine ganz neue Dimension”. Sollte es stimmen, das Gabriele Matzulla sozusagen mit sich selbst langfristige und noch dazu überteuerte Mietverträge abgeschlossen hat, sei dies ein Skandal. “Wenn diese Verträge dazu führen, dass die Neue Arbeit in wirtschaftliche Schwierigkeiten kommt, wird es zu einem großen Skandal”, so FDP-Kreischef Daniel Scheidel. “Hier wird in die eigene Tasche gewirtschaftet, und weit über 200 Beschäftigte blicken in eine ungewisse Zukunft.”