27.02.2007 | OTZ

Liberale werfen PDS-Chefin Polemik vor

FDP befürwortet Kindergarten-Schließung

Altenburg/Altkirchen (OTZ). “Etwas mehr Sachlichkeit bitte, Frau Reimann!”, fordert die FDP des Altenburger Landes.

Mit “Unverständnis” reagieren die Altenburger Liberalen auf die von ihnen so empfundenen “unsachlichen Angriffe” der PDS-Landtagsabgeordneten und Fraktionsvorsitzenden im Kreistag, Michaele Reimann, gegen den langjährigen Göllnitzer Bürgermeister und amtierenden Vorsitzenden der VG Altenburger Land, (FDP), wegen der geplanten Neustrukturierung der Kindergärten in der Verwaltungsgemeinschaft.

“Statt sich sachlich mit den Argumenten der betroffenen Bürgermeister auseinanderzusetzen, versteigt sich Frau Reimann wieder einmal in plumpe Polemik,” so FDP-Chef Daniel Scheidel. Nach seiner Ansicht komme jeder, der sich mit den Fakten befasst hat, zu dem Schluss, dass die Entscheidung zur Schließung des Kindergartens in Altkirchen und der daraus resultierenden besseren Auslastung der beiden anderen Kindergärten in Rolika und Röthenitz richtig war. Weder werde ein Kind ohne Kindergartenplatz bleiben, noch sollen Erzieherinnen entlassen werden. Und die Gebühren sollen stabil bleiben. “Ich halte dies für vernünftige Realpolitik vor Ort. Sich nur über die Familienoffensive, aufzuregen und Forderungen aufzustellen, ohne zu fragen, wo das Geld dafür herkommen soll, halte ich für politisch unverantwortlich.” Auch werfe Frau Reimann “unserem Parteifreund” Heitsch vor, dass er in Göllnitz bewiesen hat, dass auch kleine Gemeinden eigenverantwortlich erfolgreich sein können. Dabei stehe Göllnitz blendend da, baue konsequent seine Verkehrsinfrastruktur aus, habe ein gut funktionierendes Gewerbegebiet, ein eigenes Wasserwerk – das mit Abstand preiswerteste in weitem Umkreis. “Wie kann man da allen Ernstes behaupten, dass nur größere Strukturen, erzwungene Verbände und weniger kommunale Selbstverwaltung der Schlüssel zum Erfolg sind? Wir Liberalen fordern gerade an dieser Stelle nicht Zwang von oben, sondern mehr kommunale Selbstverwaltung und Eigenverantwortung. Schließlich weiß niemand besser als ein Bürgermeister vor Ort, wo in der Gemeinde der Schuh drückt.”