23.06.2007 | OVZ

Dörfer stärken, Geld beschaffen, Mitglieder einen

Sören Huppert neuer Chef der VG Altenburger Land

Altenburg. Sören Huppert ist der neue Vorsitzende der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Altenburger Land. Der 36-Jährige setzte sich zur Wahl am Donnerstag gegen seine zwei Mitbewerber Hartwig Lobert und Peter Mäder mit überwältigender Mehrheit durch. Huppert erhielt 23 Stimmen der Gemeinschaftsversammlung, Lobert eine und Mäder keine. Er tritt als VG-Chef die Nachfolge von Peter Bugar (FDP) an, der aus gesundheitlichen Gründen im Januar dieses Jahres in den Ruhestand versetzt wurde. Auf die darauf folgende Aussschreibung der Stelle hatten sich sechs Kandidaten beworben, von denen bis vorgestern drei ihre Bewerbung wieder zurückgezogen hatten.

Huppert hatte der Gemeinschaftsversammlung der VG, der Bürgermeister und Gemeinderäte der elf Mitgliedsgemeinden angehören, vier Schwerpunkte seiner zukünftigen Arbeit genannt. Dazu zählte er insbesondere die weitere Profilierung der Verwaltung als Dienstleister am Bürger und als Beratungs-Instanz für die Bürgermeister. Huppert sprach sich für den Erhalt der VG und die Festigung der ländlichen Strukturen aus. Besonderen Eindruck machte er mit seiner Formulierung, wonach Verwaltungsgemeinschaften im Fall einer Gebietsreform nicht aufgelöst oder aufgesplittet werden dürfen, sondern erhalten werden müssen. Ein weiteres Ziel sei die Abschöpfung von Fördermitteln und die Suche nach neuen Fördermöglichkeiten. Außerdem verstehe er sich als Interessenvertreter der VG gegenüber dem Landratsamt und anderen Behörden.

Huppert tritt sein Amt aller Voraussicht nach bereits zum 2. Juli an, muss allerdings zuvor noch von Landrat Sieghardt Rydzewski (parteilos) formell ernannt werden. Seine Amtszeit beträgt sechs Jahre. Danach muss sich der Vorsitzende erneut einer Wahl stellen. Entsprechend der Ausschreibung soll Huppert in absehbarer Zeit auch das Hauptamt der VG leiten. Der neue VG-Chef übernimmt in Mehna eine modern ausgestattete Verwaltung, ein gut eingespieltes Team und ein schmuckes Gebäude.

Eine seiner schwierigeren Aufgaben dürfte aber sein, die elf Mitgliedsgemeinden wieder zu einer echten Gemeinschaft zurückzuführen. In den letzten Jahren dominierte eher eine Grüppchenbildung und sogar offensichtliche Absetzbewegungen. Beispielsweise wirkten bei der geplanten zentralen Verwaltung der Kindergärten nur sieben und zuletzt nur noch sechs Gemeinden mit. Altkirchens Bürgermeister Hubert Fritz (CDU) hatte offen mit einer Eingemeindung durch Schmölln geliebäugelt.