29.04.2016 | OTZ

Nichts wird bleiben, wie es ist:

Kreistag Altenburg debattiert über Gebietsreform

Gleich drei Vorlagen zur Gebietsreform hatten die Kreisfraktionen von CDU, SPD und Die Linke auf die Tagesordnung des Kreistags in Altenburg setzen lassen.

Altenburg. Eigentlich würde sie dem CDU Antrag zustimmen, wenn es nach ihr persönlich ginge, sagte Landrätin Michaele Sojka (Die Linke). Wenn sie wüsste, woher das Geld kommen soll. Die CDU hatte die Vorlage in die Kreistagssitzung eingebracht, die Landrätin zu beauftragen, sie solle gegenüber dem Land den Bestand des Landkreises Altenburger Land in seinen aktuellen Grenzen und den Erhalt von Altenburg als Kreisstadt einfordern. Mit einer Ergänzung der FDP stimmten 19 Kreistagsmitglieder dafür, ­­16 mit Nein, fünf enthielten sich. Dem hingegen gaben gleich 25 Abgeordnete dem Antrag der SPD zur Bildung einer Arbeitsgruppe Kreisgebietsreform ihre Ja-Stimme (12 Nein, 3 Enthaltungen).

Sojka erklärte: „Ein weiter so wird es nicht geben.“ Allerdings kritisierte sie an der Reform unter anderem, dass der Zeitplan „zu sportlich“ und die Funktionalreform nicht sichtbar sei. Wie schon beim Jahresempfang vor einer Woche brachte die Landrätin ein neues Kreiskonstrukt ins Spiel, das eine echte Alternative zum derzeit immer wieder angesprochenen Großkreis Gera-Greiz-Altenburger Land sei. Sie sagte: „Von 1603 bis 1918 war die Region Holzland als sogenannter Westkreis Bestandteil des Herzogtums Sachsen-Altenburg mit Altenburg als Residenzstadt. Unser heutiger Landkreis bildete mit Ronneburg den Ostkreis. Von der Holzlandkreis-Zugehörigkeit zeugen die Wappen der Städte Eisenberg, Kahla, Stadtroda und Orlamünde sowie Ronneburg hier in unserem Landschaftssaal, da wo Sie jetzt sitzen. Das zumindest wäre aus meiner Sicht eine bessere Lösung.“

Cordula Fischer