28.10.2016 | TV Altenburg

Kritik an OB nach Einwohnerversammlung

Gleich mehrfache Kredit musste sich Altenburg Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) im Nachgang einer Einwohnerversammlung in Altenburg Nord zum Thema Flüchtlinge im Stadtrat anhören. So bescheinigte André Neumann (CDU) der Versammlung einen miserablen Verlauf, in Folge dessen den anwesenden Bürgern kein Meter weiter geholfen wurde. Vielmehr habe Altenburgs OB sich zum Moderator und Ankläger gegenüber der Landrätin in einer Person gemacht. “Das, was dort passiert ist, dahinter stehen wir nicht”, so Neumann. Auch habe Wolf zu der Versammlung viel zu spät eingeladen. So wäre es vor rund einem Jahr schon seine Aufgabe gewesen, die Bewohner von Altenburg Nord zu treffen und mit Ihnen über mögliche Probleme zu reden.

Neben Themen wie Flüchtlingszahlen in Altenburg Nord oder damit einhergehende Ruhestörungen war die Vermüllung des Stadtteiles Nord eines der Kernthemen bei der Versammlung. Im Zuge dessen folgten aus der Stadtverwaltung auch offizielle Pressefotos, die den Zustand von Altenburg Nord untermauern sollten (tv.altenburg berichtete).

Während der gestrigen Stadtratssitzung räumte Altenburgs OB allerdings ein, dass das Thema der illegalen Müllentsorgungen schon seit vielen Jahren ein Thema sei.

“Warum haben Sie in der Veranstaltung dann den Eindruck erweckt, dass der Müll durch die Flüchtlinge entstanden sei und warum haben Sie das, was sie heute gesagt haben, nicht in der Einwohnerversammlung gesagt?” fragte die Fraktionsvorsitzende der Linken Kati Klaubert das Stadtoberhaupt.

“Sollte ich diesen Eindruck vermittelt haben, dann entschuldige ich mich” antwortete Wolf und verdeutlichte, dass die Hilfe für Flüchtlinge auch für ihn oberste Priorität habe.

Letztlich bemerkte auch der FDP-Mann Detlef Zschiegner, dass nicht nur eine ähnliche Veranstaltung in Altenburg Süd-Ost notwendig wäre, sondern dort vielleicht der Oberbürgermeister verzichten solle, die Moderation selbst zu übernehmen.

Quelle: tv.altenburg