25.02.2017 | OVZ

"15 Minuten Gesicht zeigen" – Antwort auf Höcke-Besuch

Altenburg. Der Besuch des umstrittenen AfD-Politikers Björn Höcke bleibt in Altenburg nicht ohne Antwort. Stadt- und Landkreis-Politiker sowie Gewerkschafter haben sich zu einem Aufruf zusammengeschlossen. „15 Minuten Gesicht zeigen“ lautet die gemeinsame Aufforderung an Einwohner und Gäste der Skatstadt – am1. März ab 17.15 Uhr auf dem Marktplatz. „Wir haben es satt, dass Rechtsextremisten das Image unserer Region und der hier lebenden Menschen verschandeln! Wir laden ein, Gesicht zu zeigen – für ein weltoffenes Altenburger Land“, heißt es in dem Aufruf, der vom Vorsitzenden des SPD-Kreisverbandes, Frank Rosenfeld, federführend veröffentlicht wurde. Unterstützt wird die Aktion von den Kreisverbänden der Linken, der CDU, der FDP, den Regionalen und Bündnis 90/Die Grünen, ebenso vom Stadtforum Altenburg und dem DGB-Kreisverband.

Der Thüringer AfD-Landesvorsitzende Björn Höcke hat sich, wie berichtet, für den 1. März um 19 Uhr im Kulturhof Kosma angesagt. Veranstalter des Abends ist das rechtspopulistische Compact-Magazin, dessen Chefredakteur Jürgen Elsässer ebenfalls reden wird. Die anderen politischen Lager halten mit dem Aufruf dagegen: „Das Altenburger Land ist gar nicht überwiegend politisch braun eingefärbt. Wir sind aufgeschlossen, helle, neugierig und tolerant. Die Vielfalt an Vereinen sucht ihresgleichen. Altenburg gibt sich farbenfroh und reizend.“ Bei der 15-Minuten-Aktion soll es keine Politiker-Reden geben, gehe es lediglich um das Erscheinen möglichst vieler Menschen. Danach soll sich die Versammlung wieder auflösen.

KW