21.03.2017 | FDP-Kreisverband Altenburger Land

FDP kritisiert Verkauf der Strahlentherapie

Nun also ist es offiziell: Die Praxis für Strahlentherapie im Altenburger Medicum ist an die zum SRH-Konzern gehörende Poliklinik des Waldklinikums Gera verkauft worden. Die Praxis habe rote Zahlen geschrieben, heißt es in der Presse, der Kreis habe Geld zuschießen und Kredite hätten aufgenommen werden müssen, um die weitere Zahlungs- und Investitionsfähigkeit des Medicums sicherzustellen.

Damit beginnt unter Linken-Landrätin Michaele Sojka im Kleinen das, was im Jahr 2004 im Großen verhindert werden konnte: Der Verkauf des Klinikums Altenburger Land. Doch im Gegensatz zu damals, als die geplante Privatisierung auf Betreiben der Freien Demokraten über lange Zeit beherrschendes Thema im Kreistag, in den Medien und in der Bevölkerung war und schlussendlich verhindert werden konnte, ist der Verkauf der Strahlentherapie still und heimlich vollzogen worden.

Wobei die Begründung für das Minus, die angeblich hinter den Erwartungen zurückgebliebene Patientenzahl, aus Sicht der FDP auf eklatante Managementfehler hindeutet. Wenn die SRH-Gruppe nicht davon überzeugt wäre, die Strahlentherapie im Medicum betriebswirtschaftlich sinnvoll betreiben zu können, hätte sie diese weder zum Jahreswechsel übernommen noch den Standort-Erhalt zugesichert, lautet das Fazit der Freien Demokraten.

Sie fordern Landrätin Michaele Sojka deshalb auf, den Kreistag ebenso ausführlich wie offen über sämtliche Hintergründe des Verkaufs zu informieren. Sollte es sich herausstellen, dass es zu Versäumnissen seitens der Geschäftsleitung gekommen ist, müssten gegebenenfalls auch personelle Konsequenzen gezogen werden. Der Verkauf der Strahlentherapie dürfe auf keinen Fall der Beginn des scheibchenweisen Ausverkaufs des Kreiskrankenhauses unter Führung von Michaele Sojka sein, so die abschließende Forderung der FDP.