25.03.2017 | OVZ

Strahlentherapie: FDP-Chef fordert Aufklärung

Altenburg. Der hinter verschlossenen Türen vollzogene Betreiberwechsel der Praxis für Strahlentherapie im Klinikum Altenburger Land soll nach dem Willen der Freien Demokraten ein politisches Nachspiel bekommen. FDP-Kreischef Torsten Grieger hat Landrätin Michaele Sojka (Linke) aufgefordert, vor dem Kreistag sämtliche Hintergründe der Teilprivatisierung darzulegen. Wie berichtet, sind wichtige Geräte der Praxis zu Jahresbeginn an das SRH Waldklinikum Gera verkauft und die Räume an den Konzern vermietet worden.

Die roten Zahlen, die die Praxis insbesondere 2014 geschrieben hatte, und die hinter den Erwartungen zurückgebliebenen Patientenzahlen deuten aus Sicht der Liberalen auf „eklatante Managementfehler hin“, erklärt Grieger. Denn SRH hätte sich nicht auf die Übernahme eingelassen, wenn der Konzern nicht von einer sinnvollen betriebswirtschaftlichen Betreibung überzeugt wäre. Sollte sich herausstellen, dass es zu Versäumnissen seitens der Geschäftsleitung gekommen sei, müssten gegebenenfalls auch personelle Konsequenzen gezogen werden, fordert der FDP-Kreischef. Der Verkauf der Strahlentherapie dürfe auf keinen Fall der Beginn des scheibchenweisen Ausverkaufs des Klinikums unter Führung von Sojka sein, heißt es in der Erklärung. Denn mit dem Betreiberwechsel beginne im Kleinen das, was 2004 im Großen verhindert werden konnte: Der Verkauf des Klinikums.

jr