22.09.2017 | ABG.TV

OB-Wahlkampf auf Kosten der Stadtkasse?

Wie die OVZ berichtet, wird Sachsens Juso-Chefin Katharina Schenk neue persönliche Referentin des Altenburger Oberbürgermeisters Michael Wolf.

Dass man eine Position im Interesse einer guten Verwaltungsarbeit neu besetzt, ist für den Altenburger FDP-Stadtrat Detlef Zschiegner absolut nachvollziehbar. Auch ist es für den Freien Demokraten zu begrüßen, wenn junge, gut qualifizierte Menschen von außen die städtische Verwaltung bereichern und neue Impulse setzen. Dass Katharina Schenk jedoch nicht das Stadtratsbüro leiten, sondern sich voll und ganz auf das Schreiben von Reden und Grußworten sowie die Bearbeitung von Bürgeranliegen und die Arbeit mit Bürgervereinen und Ortsteilräten konzentrieren soll, hat für Zschiegner im Hinblick auf die im kommenden Jahr anstehende OB-Wahl jedoch einen ziemlich bitteren Beigeschmack.

“Natürlich muss ein OB Reden und Grußworte halten; und eine bessere Arbeit mit den Bürgerinnen und Bürgern ist per se zu begrüßen – solange sie tatsächlich den Bürgerinteressen und nicht vorrangig dem bevorstehenden OB-Wahlkampf dient”, sagt Detlef Zschiegner. Da sich, wie dem OVZ-Bericht zu entnehmen ist, SPD-Oberbürgermeister Michael Wolf mit Katharina Schenk eine in Wahlkämpfen sehr erfahrene Parteigenossin als persönliche Referentin an seine Seite holt, drängt sich dem Liberalen der Verdacht auf, dass hier vorrangig versucht wird, das Wolfsche Wahlkampfteam auf Kosten der Stadtkasse organisatorisch und personell zu optimieren. “Zeit genug”, so FDP-Stadtrat Zschiegner abschließend, “Wolf optimal für die OB-Wahl 2018 in Stellung zu bringen, wird Schenk ja vermutlich haben – schließlich muss sie sich, im Gegensatz zu ihrem Vorgänger, ja nicht auch noch um das Stadtratsbüro kümmern.”

PM FDP