28.10.2017 | Kurier

Bauvorhaben „Wohnpark Lindenau“

Altenburg (AG). Der Bebauungsplan „Wohnpark Lindenau“ stand kürzlich in der vorhergehenden Stadtratssitzung auf der Tagesordnung und sorgte für reichlichen Redebedarf unter den anwesenden Abgeordneten sowie Michael Rüger, Geschäftsführer der Städtischen Wohnungsgesellschaft Altenburg mbH (SWG). Mit 25 Ja- und sieben Nein-Stimmen wurde die Beschlussvorlage letztendlich angenommen.

Stadträtin Jutta Penndorf (Fraktion Grüne/Stadtforum) äußerte ihre Bedenken zu diesem großen Bauvorhaben zwischen Kaufland und dem Areal Günthers Gärten. Vielmehr wünscht sie sich den Ausbau der Südstraße, welcher eine große Bereicherung für die Stadt Altenburg wäre.

Detlef Zschiegner begrüßte das Bauvorhaben der Städtischen Wohnungsgesellschaft, die in Altenburg schon mehrfach städtebauliche Missstände beseitigte. „Ein städtebauliches Unternehmen muss rentierlich arbeiten“, unterstrich er in seiner Wortmeldung.

Michael Rüger sehe großen Bedarf an Wohnraumflächen mit Aufzugsanlagen. Dr. Sandy Reichenbach (CDU) steht ebenfalls hinter dem Projekt und sieht hierbei die einmalige Chance, die Südstraße an sich zu entwickeln und das angrenzende brachliegende Areal voranzubringen.

Für den weiteren Erhalt der Häuser an der Südstraße befindet sich Michael Rüger mit einem Investor in Verhandlung. Schwierig sind die Vorgaben der Denkmalfachbehörde bezüglich der Grundrisssituation dieser Objekte. Jutta Penndorf verwies darauf, eine gute Kooperation mit der Landesdenkmalpflege zu schaffen. Oberbürgermeister Michael Wolf befürwortet den Wohnungsbau der SWG. „Das Unternehmen hat in der Altstadt Investitionen vorgenommen, an die sich andere nicht herangewagt hätten. Das SWG-Projekt ist notwendig, um Menschen nach Altenburg zu holen.“ Bezüglich der Südstraße meinte er: „Wir sind dabei konstruktiv mit der Denkmalfachbehörde zu diskutieren, um die einhundertprozentigen Auflagen aufzuweichen.