12.01.2018 | OVZ

Altenburg bietet Parkausweise für drei Jahre

Verwaltung gibt Anwohnern Option auf längere Laufzeit

VON THOMAS HAEGELER

Altenburg. Mancherorts in Altenburg herrscht die pure Parkplatznot. Deshalb wundert es wenig, dass Anwohnerparkausweise unter Skatstädtern ein begehrtes Gut sind. Rund 1600 dieser Dokumente stellte die Straßenverkehrsbehörde nach eigenen Angaben im Vorjahr aus. Seit 1. Januar gibt es hier eine Neuerung: Waren die Parkausweise bislang nur für ein Jahr gültig, können sie nun wahlweise auch für zwei oder drei Jahre beantragt und genehmigt werden. Damit setzt das Rathaus einen Vorschlag von FDP-Stadtrat Detlef Zschiegner um.

„Wir zeigen damit, dass wir offen für Hinweise sind und schauen, dass wir das eine oder andere installieren können“, erklärte Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) die Neuerung. Allerdings wäre die Einführung dieser zusätzlichen Optionen ohne zeitgemäße Zahlungsmöglichkeiten nur ein halber Schritt Richtung dienstleistungsorientierter Verwaltung. Also entschied man sich dazu, neben der Barzahlung parallel auch zu ermöglichen, die Gebühren für die Anwohnerparkausweise auch mit EC-Karte zahlen zu können. Zwar bleiben die Gebühren mit jährlich 30,70 Euro unverändert, aber wer künftig einen Parkausweis für drei Jahre haben möchte, muss auch für diesen Zeitraum bezahlen (92,10 Euro).

„Nach unseren Erfahrungen bezahlen die Leute größere Beträge über 50 Euro gern mit Karte“, begründete Ordnungsamtsleiter Lutz Meyner die Einführung der bargeldlosen Zahlung für die Anwohnerparkausweise. „Dafür und für die Verlängerung der Laufzeit haben wir an Hard- und Software etwas verändern müssen.“ Beantragen, verlängern oder ändern können die Altenburger ihre Parkausweise wie gehabt in Papierform, online unter www.altenburg.eu oder auch per Telefon. Nutzt man den digitalen oder fernmündlichen Weg, werden die Angaben bei Abholung überprüft. Dann muss auch unterschrieben werden.

So weit, dass die elektronischen Funktion des Personalausweises zur Identifizierung genutzt werden kann, sei man in Altenburg aber noch nicht, sagte Meyner. „Das liegt daran, dass alle Behörden unterhalb des Bundes Lizenzen dafür brauchen. Und das ist mit Kosten von mehreren Tausend Euro verbunden.“ Er habe aber Hoffnung, dass man den Schritt zur digitalen Signatur nächstes Jahr gehen kann. „Das Land bereitet gerade eine Initiative für 2019 vor.“

Neben www.altenburg.eu gibt es die neuen Anträge auch in der Straßenverkehrsbehörde (Neustadt 7) zu den Öffnungszeiten montags – donnerstags 8.30-12 Uhr, dienstags zusätzlich 13.30-18 Uhr und donnerstags 13.30-15.30 Uhr. Telefon: 03447 594324.