26.05.2009

Juso-Vorsitzender springt zu kurz

Die Liberalen im Altenburger Land begrüßen die kritischen Aussagen des Juso-Vorsitzenden Christian Repkewitz zur Amtsführung von Landrat Sieghard Rydzewski. Zugleich merken sie jedoch an, dass Repkewitz mit seinem Statement in der OVZ vom 20. Mai 2009 – “Entweder der neue Kreistag ist so stark, dass er den Landrat besser im Griff hat oder man muss wirklich darüber nachdenken, schon vor 2012 neu zu wählen” zu kurz springt.

Aus Sicht der FDP hat Rydzweski schon lange keine Lust mehr, wirklich konstruktiv für den Landkreis zu arbeiten. Sie werfen deshalb die Frage auf, wie ihn ein neuer Kreistag zwingen soll, zum Beispiel mehr für Gewerbe- und Industrieansiedlungen – insbesondere am Flugplatz – zu tun oder bei Neonazi-Aufmärschen im Landkreis persönlich Flagge zu zeigen, statt – wie 2008 – mit Englischlehrerinnen in den USA zu weilen.

Dazu der FDP-Kreisvorsitzende, Daniel Scheidel: “ Der Nutzen auch dieser Dienstreise bleibt im Dunkeln, wie so oft hat Rydzewski beim Festlegen seiner Prioritäten als Landrat versagt. Auch seine Diffamierungen von Prinzenraub und Theater sowie der Sparkassenprozess gegen mich beweisen seine mangelnde Qualifikation als Landrat. Die Frage, die sich mir stellt, ist, wie der Kreistag nach Meinung von Juso-Chef Repkewitz den Landrat in den Griff bekommen soll. Auch wenn der neue Kreistag stärker sein wird – und wir Liberalen arbeiten intensiv dafür -, das wird er nicht leisten können. Aus Sicht der Liberalen müssen die Bürgerinnen und Bürger des Altenburger Landes möglichst bald selber darüber entscheiden dürfen, ob dieser Mann ihre Interessen noch vertritt. Ich persönlich halte Rydzewski für einen der größten Standortnachteile für den Landkreis.”