03.06.2009

FDP erstaunt über die so genannten “Regionalen”

Mit Erstaunen reagieren die Liberalen im Altenburger Land auf einen offenen Brief der so genannten “Regionalen”. “Wir werden aufgefordert, uns noch vor den Kreistagswahlen klar in Sachen Kreis- und Verwaltungsreform zu positionieren. Außerdem wirft man uns vor, die heutigen Landkreise in Thüringen, und damit auch das Altenburger Land, abschaffen zu wollen”, erläutert der FDP-Spitzenkandidat für den Kreistag, Karsten Schalla. “Ich weiß nicht, was das soll. Können die 'Regionalen' nicht lesen, oder wollen sie – im Auftrag des Landrates, der diesen Vorwurf vor einigen Tagen auch schon geäußert hat – die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis bewusst an der Nase herumführen? Die FDP bekennt sich in ihrem Kreiswahlprogramm eindeutig zu einem eigenständigen Landkreis Altenburger Land mit einer starken Kreisstadt. Und auch im Landesprogramm der Liberalen steht nichts von der Einführung von Großlandkreisen, wie sie etwa die 'Linke' fordert. Das Ganze ist für mich billige Polemik.” Besonders erstaunt ist Schalla darüber, dass der Frontmann der “Regionalen” es an und für sich besser wissen müsste. “Peter Bugar war lange genug bei den Liberalen, um unsere Positionen zu kennen. Mir scheint, dass er mit seinem Wechsel zu den 'Regionalen' nicht nur seine Krankheit überwunden, sondern auch unsere Inhalte vergessen hat. Das ist ein Schlag ins Gesicht, insbesondere für so langjährige Wegbegleiter und erfolgreiche Verfechter der Eigenständigkeit wie unseren Göllnitzer Bürgermeister Hans-Jürgen Heitsch.”

Eine gewisse Verwunderung über die vollmundigen Versprechungen der “Regionalen” macht sich auch beim FDP-Kreisvorsitzenden Daniel Scheidel breit. “Die so genannten 'Regionalen' sprechen davon, ihre Vertreter im Landkreistag darin zu bestärken, ihren Standpunkt zu vertreten und entsprechend Einfluss auf die Landespolitik zu nehmen. Wer bitte schön ist denn ihr Vertreter? Der Landkreistag ist ein eingetragener Verein mit den Landkreisen als Mitglieder. Da sich das Tätigkeitsgebiet der 'Regionalen' laut Satzung auf das Landkreis Altenburger Land beschränkt, können sie also nur Sieghardt Rydzewski meinen. Dass er hinter der Bugar-Truppe steht, ist ein offenes Geheimnis. Sollte er inzwischen die Rolle des Drahtziehers aufgegeben haben und Mitglied bei den 'Regionalen' geworden sein? Dann wäre es seine Pflicht als Landrat, öffentlich Farbe zu bekennen. Und wenn nicht, dann zeigt sich hier mehr als deutlich, dass die 'Regionalen' nichts weiter als ein zahnloser Papiertiger im Gefolge des Landrates sind. Ich glaube nicht, dass die Wählerinnen und Wähler auf diese Truppe hereinfallen werden.”