17.06.2009 | TV Altenburg

Stühlerücken nach der Wahl

Von Gerüchten und Gerüchten, die keine mehr sind

Vermutlich hat es nur wenige Stunden gedauert, als nach absolvierter Kommunalwahl das übliche Agieren hinter den Kulissen begonnen hatte.Derzeit laufen die Verhandlungen zwischen den neuen Fraktionen über die Verteilung von Sitzen in Ausschüssen oder bei der Besetzung der ehrenamtlichen Beigeordneten auf Hochtouren.Glaubt man den Informationen einiger politisch Eingeweihter, so ist dies in der Stadt Altenburg am weitesten fortgeschritten.

Fest dürfte auf alle Fälle stehen, dass die SPD in den neuen Stadtrat in Altenburg als größte Fraktion einziehen wird. Der einzige Vertreter der Grünen, Volker Liebelt, soll, nach aktuellen Informationen, der SPD-Fraktion beitreten. Für Die Grünen macht ein solcher Deal Sinn, immerhin erhalten sie damit die Möglichkeit, auch in Ausschüssen mitzuarbeiten.

Bei der CDU scheinen hingegen, die inneren Streitigkeiten, das Agieren der Fraktionsspitze zu lähmen. So werden die Christdemokraten künftig den Kultur- und Sozialausschuss anführen. Bislang leitete ein Vertreter mit dem Bauausschuss einen der wichtigsten beschließenden Ausschüsse in der Stadt. Fest steht auch, dass der umstrittene CDU-Politiker Stefan Nowak, nicht wieder ehrenamtlicher Beigeordneter werden wird, und dies obwohl es künftig davon in der Stadt gleich zwei geben soll.

So könnte Kati Klaubert erste ehrenamtliche Beigeordnete werden. Streitigkeiten soll es um den zweiten Beigeordneten geben. Sowohl SPD als auch CDU wollen diese Position besetzen. Das Verhandlungsgeschick liegt bei den Fraktionsspitzen, und dabei scheinen die Christdemokraten deutlich weniger Geschick und Glück zu haben, als noch 2004.

Den Stadtrat leiten soll künftig Dr. Peter Friedrich von der SPD und als dessen Stellvertreterin Barbara Plötner (Die LINKE).

Dass Politik auch fair sein kann, das lernt die FDP offenbar derzeit in der Stadt Altenburg kennen. Obwohl kleinste Fraktion, sollen die Liberalen die Leitung über den Schloßausschuss erhalten.

In der FDP-Fraktion selbst wird es bei der Besetzung ebenfalls eine Änderung geben. Neben Wolfgang Krause und Johannes Frackowiak werden Karsten Schalla und Andrea Rücker die Fraktion in der Stadt bilden.