23.07.2009 | OVZ

Braut und Sprungbrett

FDP-Politiker tauschen sich über Nobitzer Airport aus

Nobitz (K.W.). „Die Braut muss nur geschmückt werden, dann kommen auch die Freier.“ Eine Zukunftsaussicht für den Leipzig-Altenburg Airport, die gestern der FDP-Bundestagsabgeordnete und Fraktionsvize Rainer Brüderle in Nobitz verkündete. Wenn der Flugplatz erfolgreich sei, werde es nicht lange dauern, bis die rivalisierenden Sachsen Kooperationsinteresse signalisieren.

Brüderle weiß, wovon er spricht. Der liberale Spitzenpolitiker, der zurzeit auf Wahlkampfmission durch die Lande tourt, war in den 90er-Jahren als rheinland-pfälzischer Wirtschaftsminister und Vize-Ministerpräsident am Ausbau des Flughafens Frankfurt-Hahn beteiligt. Das kleine Hahn liegt in Rheinland-Pfalz, Frankfurt/Main in Hessen. „Die Hessen kamen auch erst, als wir schon erfolgreich waren“, berichtete Brüderle.

Einen Vormittag lang tauschte sich Brüderle gestern in der Nobitzer Flugplatzverwaltung mit Parteikollegen aus – darunter FDP-Landeschef Uwe Barth und Landtagsdirektkandidat Daniel Scheidel. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand auch die Akzeptanz und Vernetzung des Airports in Thüringen. Der Altenburger Flughafen müsse als Sprungbrett in den Freistaat vermarktet werden, um die Zahl der Thüringer Passagiere zu erhöhen, betonte Uwe Barth. Und Thüringen als Flugziel müsse zur Marke werden.

Brüderle sieht für Nobitz zudem gute Perspektiven im Frachtbereich und bei Geschäftsreisenden. „Der Anfang ist gemacht, aber der Brautschmuck ist noch nicht vollendet.“