25.07.2009 | OVZ

“Umfaller”: Altenburger SPD kritisiert FDP

Altenburg. Der SPD-Ortsverein Altenburg übt harsche Kritik an den Liberalen. Die FDP habe ihre Wahlziele kurz nach dem Wahlkampf bereits wieder vergessen, monieren die Sozialdemokraten in einer Pressemitteilung. Das merke man nicht nur am Stimmverhalten in der konstituierenden Kreistagssitzung. Auch ihr Hauptargument im Stadtratswahlkampf, die Kritik an der Kandidatur des Oberbürgermeisters Michael Wolf (SPD), habe die FDP selbst ad absurdum geführt. Die Liberalen hätten sich darüber empört, dass Michael Wolf mit Sicherheit schon vor der Wahl gewusst habe, dass er sein Stadtratsmandat nicht annimmt. Nun jedoch sei Karsten Schalla schon der vierte Liberale, der sein Stadtratsmandat nicht antritt oder kurz nach Amtsantritt wieder aufgibt.

Es sei ein offenes Geheimnis, so der SPD-Ortsverein, dass die FDP-Politiker Harald Kunze und Daniel Scheidel ebenfalls im Vorfeld schon wussten, dass sie ein mögliches Stadtratsmandat nicht annehmen werden. „Da zeigt sich erneut, dass es der FDP um nicht mehr als puren Populismus ging. Wirkliche Konzepte und Ideen hat die FDP nicht in die Waagschale werfen können“, sagt der stellvertretende Vorsitzende des SPD-Ortsvereins, Norman Müller. „Es wird abzuwarten sein, ob die FDP auch in der Sacharbeit zum Umfaller mutiert.“