06.08.2009 | OVZ

FDP: Gebührenerhöhung der Sparkasse ist unsozial

Liberale fordern Überprüfung der Geschäftspolitik

Altenburg. Die von der Sparkasse Altenburger Land angekündigte Gebührenänderung bei Giro-Konten (OVZ berichtete) stößt bei den Liberalen auf Kritik. „Die Geschäftspolitik verfehlt damit vollkommen den öffentlich-rechtlichen Anspruch und Auftrag, ein Kreditinstitut für jedermann zu sein“, heißt es in einer Presserklärung der FDP. Die mit der Gebührenänderung verbundene Preiserhöhung sei unsozial. Die Liberalen beziehen sich dabei insbesondere auf jene Kunden, die aufgrund ihrer wirtschaftlichen Situation schon mit dem Rücken an der Wand stehen.
„Wenn Sparkassenchef Thomas Wagner gegenüber der Presse von sehr moderaten Erhöhungen spricht, dann führt er die große Masse seiner kleinen Privatkunden schlicht und einfach an der Nase herum“, heißt es. Hier werde versucht, mit dem Geld des kleinen Mannes die Einnahmesituation der Sparkasse zu verbessern. Selbst wenn das Haus 2008 gut gewirtschaftet habe, wisse keiner, inwieweit die Finanzkrise nicht doch tiefere Schrammen als von außen erkennbar in der Sparkasse hinterlassen habe.
„Wir sind seit langem der Meinung, die Geschäftspolitik der Sparkasse gehört auf den Prüfstand“, fordern die Liberalen. Als öffentlich-rechtliches Institut solle sich die Sparkasse nicht durch niedrige Guthabenzinsen und überhöhte Gebühren für den kleinen Mann profilieren, sondern durch eine engagierte Kreditvergabepolitik für die mittelständische Wirtschaft.
Die von der Sparkasse für den 1. Oktober angekündigte Gebühren-Änderung wird mit einer technischen Umstellung und mehr Service für die Kunden begründet. Wirtschaftliche Probleme hatte der Sparkassenvorstand dementiert.