25.08.2009 | OVZ

Schule, Kreisreform, Flugplatz

Was wollen die Kandidaten?

Im Landtag wird Landespolitik gemacht – doch fast alles, was im Erfurter Parlament beschlossen wird, hat Auswirkungen auch bis ins Altenburger Land: Schulstruktur und Flugplatzentwicklung, Kosten für Wasser und Straßenbau, Kulturförderung oder Gebietsreform.
Um unseren Lesern die Entscheidung am Sonntag ein wenig zu erleichtern, stellt die OVZ deshalb alle Direktkandidaten der bundesweit wichtigsten Parteien noch einmal auf einen Blick vor – heute die Bewerber aus dem Wahlkreis 43. Außerdem baten wir die Kandidaten um möglichst knappe und präzise Antworten auf zwei Fragen.

Steffen Plaul (FDP)

Steffen Plaul ist 34 Jahre alt. Nach der Mittleren Reife lernte er Industriemechaniker. Nach einem dreijährigen Dienst bei der Bundeswehr arbeitete er als Maschinenbaumechaniker, Personaldisponent und Niederlassungsleiter bei verschiedenen Personaldienstleistern. Seit 2005 ist er selbständiger privater Arbeitsvermittler.

Er ist ledig, konfessionslos, hat keine Kinder und wohnt in Schmölln.
Der FDP gehört er seit 2007 an, bekleidete aber bisher keine Parteifunktionen und kommunale Wahlämter.

Er ist erster Vorsitzender des MSE – Motorsport & Event e.V. Schmölln.

Welche drei politischen Projekte Ihrer Landespartei sind Ihnen am wichtigsten?

Erstens für die Anwerbung von 1000 Muttersprachlern nach Thüringen für Fremdsprachenunterricht, denn die Fremdsprachenkenntnisse – in erster Linie englisch, aber auch französisch, spanisch, italienisch und russisch – unserer Schul- und Hochschulabsolventen, aber auch unseres politischen Führungspersonals sind im internationalen Maßstab nicht gut genug.

Zweitens für die sinnvolle Zusammenfassung der Fördermittelprogramme und die Entrümpelung von bürokratischen Hemmnissen, denn für die größtenteils kleinen und mittelständischen Unternehmen ist der existierende Fördermitteldschungel nicht zu durchschauen.

Drittens für Straßenbau und -ausbau, insbesondere für den zügigen Bau der B 7 zwischen Altenburg und der A 72 Chemnitz-Leipzig, der Ausbau der B 93 Meerane–Altenburg–Borna und der L 1362 Altenburg–Lumpzig–Gera, einschließlich der Ortsumgehungen.

Für welche drei Projekte/Probleme der Region wollen Sie sich im Landtag besonders einsetzen?

Erstens für ein klares Ja des Freistaats zum Flugplatz Altenburg-Nobitz und sein Engagement als Gesellschafter, denn Landkreis und Stadt Altenburg erledigen hier derzeit die Arbeit des Freistaats und der Flugplatz bietet große Chancen für den Tourismus und neue Arbeitsplätze in der Region.

Zweitens für bessere Rahmenbedingungen für Unternehmen und Gründer, um ihnen die Möglichkeit zu eröffnen, in der Region tätig zu werden.

Drittens für kommunale Selbstbestimmung statt Zwang und gegen eine linke Kreisgebietsreform.