27.08.2009

FDP-Kandidaten rufen zur Wahl auf

Die beiden Direktkandidaten der FDP im Altenburger Land, Steffen Plaul und Daniel Scheidel, rufen alle Wahlberechtigten noch einmal auf, von ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen.

“Natürlich würden wir uns freuen, wenn die Wählerinnen und Wähler uns ihre Erst- und Zweitstimme geben,” so Daniel Scheidel, der im Wahlkreis 44 für die Liberalen antritt, gegenüber der Presse. “Wichtig ist jedoch zu aller erst, dass die Menschen im Land überhaupt zur Wahl gehen.” Sein liberaler Mitstreiter im Wahlkreis 43, Steffen Plaul, ergänzt: “Die Wahl am Sonntag ist entscheidend für die weitere Zukunft im Freistaat Thüringen. Darüber sollten sich die Wahlberechtigten im Klaren sein und ihr demokratisches Stimmrecht nutzen.”

Aus Sicht der beiden Liberalen versucht die CDU mit Wahlkampftricks am Rande der Legalität zu punkten. tollesthüringen.de ist aus ihrer Sicht ebenso ein Ausdruck der inhaltlichen Verzweiflung wie die über Wochen andauernde Thematisierung des Skiunfalls von Dieter Althaus. “Althaus, und mit ihm die gesamte CDU im Land, klammern an ihrer Macht, ohne wirkliche Erfolge vorweisen zu können, geschweige denn tragfähige Konzepte für eine positive Entwicklung im Freistaat in der Schublade zu haben,” bringt Steffen Plaul die Kritik an der Regierungspartei und ihrem Ministerpräsident auf den Punkt. “Ganz deutlich wird dies am Auftreten der beiden CDU-Direktkandidaten im Kreis. Sie haben es nicht vermocht, ihre entscheidenden Stimmen zum Wohle des Altenburger Landes einzusetzten. Warum sollten die Bürgerinnen und Bürger sie wieder wählen?”

Daniel Scheidel nimmt ergänzend die Rot-Rote Alternative unter die Lupe: “Versprechungen, die sich in Anbetracht der immer enger werdenden Landeskasse gar nicht umsetzen lassen, können nicht die Lösung für die in unserem Land anstehenden Probleme sein. Rot-Rot hat kein wirkliches Konzept, und der Streit um die Frage, wer Ministerpräsident wird, lässt heute schon erahnen, wie sehr es in einer linken Koalition krachen würde. Das kann nicht die Lösung für Thüringen sein!”

Einig sind sich die beiden FDP-Kandidaten, dass die von den Linken angestrebte Reform der Landkreise in jedem Fall verhindert werden muss. “Dieses Modell senkt weder Kosten noch ist es bürgerfreundlich. Wenn Zusammenschlüsse, dann nur auf freiwilliger Basis und zum Wohle der Menschen im Land,” ist ihr Credo. Besonders pikant finden sie, dass die Kandidaten der Linken und SPD genau den Landkreis abschaffen wollen, für den sie jetzt kandidieren. “Das passt doch hinten und vorne nicht zusammen,” ärgert sich Daniel Scheidel.

Aber auch in Sachen Leipzig-Altenburg-Airport haben Plaul und Scheidel eine klare Auffassung, wie es weiter gehen muss. Steffen Plaul: “Als einzige Partei stehen wir zu 100 Prozent hinter dem Flughafen und fordern die Beteiligung des Landes als Gesellschafter. Er stellt eine einmalige Chance nicht nur für das Altenburger Land, sondern für ganz Thüringen sowie die angrenzenden Kreise in Sachsen und Sachsen-Anhalt dar. Leider kann ich bei den anderen Parteien nur vagen Zuspruch zum Flughafen in ihren Wahlkampfaussagen finden – verbesserte Zusammenarbeit mit dem Erfurter Flughafen und Unterstützung beim Marketing sind nicht die Schritte, die uns in dieser Frage wirklich nach vorne bringen.”

Scharfe Kritik äußert der FDP-Direktkandidat und Kreisvorsitzende Daniel Scheidel in Richtung der Linken-Kandidatin Michaele Sojka: “Auf die Frage nach den drei, aus ihrer Sicht wichtigsten Forderungen aus dem Landeswahlprogramm der Linken, nennt sie den Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan. So sehr dieses Thema die Bürgerinnen und Bürger im Freistaat auch beschäftigen mag – es ist ein bundespolitisches Thema und wird nicht im neuen Landtag entschieden. Schuldig bleibt Frau Sojka dafür jedoch eine Antwort auf die Frage nach dem Erhalt und der Schaffung neuer Arbeitsplätze in Thüringen. Nur jammern, dass täglich 40 Thüringer das Land verlassen, aber keine Konzepte und Ideen haben, wie man dem durch sichere Arbeitsplätze entgegensteuern kann – das finde ich schwach!”

Da die wichtigsten Kandidaten der übrigen Parteien auch über ihre jeweilige Landesliste abgesichert sind, rufen Plaul und Scheidel die Wahlberechtigten auf, mit beiden Stimmen FDP zu wählen. “Wenn es uns gelingen sollte, ein Direktmandat zu gewinnen, wäre das in jedem Fall ein Vertreter aus dem Altenburger Land mehr im Thüringer Landtag,” bringt es Scheidel auf den Punkt und ergänzt: “Mehr bewegen als Gumprecht und Schröter von der CDU würden wir auf jeden Fall!” Steffen Plaul pflichtet Scheidel bei und unterstreicht abschließend noch einmal, warum Blau-Gelb so wichtig für Thüringen ist: “Wir wollen kein Rot-Rotes Experiment im Freistaat, aber auch keine selbstherrliche Fortführung der CDU-Alleinregierung. Thüringen braucht liberale Impulse in der Bildungs-, Wirtschafts- und Sozialpolitik – genau dafür treten wir an!”