24.09.2009 | OTZ

Mittelstand braucht mehr Luft zum Atmen

Dr. Johannes Frackowiak (FDP) kämpft dafür

Greiz (OTZ/-lz). “Klein- und Mittelständler müssen über die Entlastung von Steuern und Abgaben mehr Luft zum Atmen bekommen, damit Einkommen auskömmlicher werden. Nur wenn man den Unternehmen mehr Spielraum lässt, werden sie auch Arbeitsplätze schaffen”, ist Dr. Johannes Frackowiak, Bundestagskandidat für die Liberalen, überzeugt. Dirk Bergner, Greizer Kreisvorsitzender der FDP, der durch die Begleitung des Altenburgers zum Redaktionsgespräch bei der OTZ die Unterstützung der Greizer Liberalen für diese Kandidatur besonders unterstreicht, schiebt umgehend seine Empörung über die “Verlogenheit der Unterstellung anderer Parteien” hinterher, die dem Wähler weismachen wollten, dass die FDP-Forderung auf den Nenner “mehr Ausgaben bei weniger Einnahmen” hinaus laufe.

Vielmehr gehen die Liberalen davon aus, “dass der Bund mehr Steuern einnehme, trotzdem aber nicht auskomme, weil man sich verzettelt”. Es könne nicht sein, so Frackowiak, dass der Bund heute noch Entwicklungshilfe nach China zahlt und vorschiebe, keine Mittel für Bildung zu haben. Großes Thema des Kandidaten ist der Kampf gegen die Abwanderung besonders in Ostthüringen – keiner solle mehr vom “Niemandsland östlich der A 9” reden. Die Berufsbildungsstandorte hier seien vordringlich, es gelte auch, die Handwerker-Ausbildung wohnortnah zu erhalten. Dass keines der hiesigen Vorhaben im Bundesverkehrswegeplan bisher im vordringlichen Bedarf gelandet ist, sieht der FDP-Mann als verpasste Chance. In der Bundespolitik wolle er vor allem auch gegen die ausufernde Bürokratie kämpfen.