05.11.2009

FDP kritisiert sprunghafte Politik des OB

Wolf gibt Scheitern der Prinzenraubfestspiele zu

Die Arbeitsgruppe Prinzenraub des Stadtrates hat ihre Arbeit noch gar nicht aufgenommen, da verkündet Oberbürgermeister Wolf in der Presse, dass er das Ende der Prinzenraub-Festspiele nahen sieht. “Wir müssen aus der Zeitung erfahren, wie sich der OB die weitere Zukunft von Festspielen in Altenburg vorstellt”, kritisiert der Fraktionsvorsitzende der Liberalen im Altenburger Stadtrat, Wolfgang Krause, die Informationspolitik des Stadtoberhauptes. “Zum wiederholten Male geht er am Stadtrat, den Ausschüssen und den Arbeitsgruppen vorbei!”

Hinzu kommt aus Sicht der FDP-Fraktion, dass erst vor wenigen Tagen in einem Bericht von Referatsleiterin Susanne Stützner vorgetragen wurde, der Prinzenraub sei eine Altenburger Erfolgsgeschichte und nun auch in Deutschland angekommen. “Jetzt plötzlich entdeckt der OB die Roten Spitzen und will an Stelle des Prinzenraubs in Zukunft Barbarossa in den Mittelpunkt der Festspiele stellen”, hadert der Krause mit dem plötzlichen Sinneswandel von Michael Wolf. “Bis gestern noch wurde jeder verteufelt, der auch nur die leiseste Kritik am Prinzenraub äußerte. Und nun? Der OB hat eine Vision, und was interessiert ihn da sein Geschwätz von gestern! Für uns stellt sich die Frage, wozu der Stadtrat überhaupt eine Arbeitsgruppe Prinzenraub 2011 – 2015' ins Leben gerufen hat, wenn Wolf am Ende sowie so wieder macht, was er will?”

Die FDP, so Krause, ist nicht grundsätzlich gegen Änderungen des Festspielkonzeptes. Aber sie ist gegen derartige Schnellschüsse a la Wolf! Aus Sicht der Liberalen müssen die vergangenen Pinzenraubfestspiele zunächst einmal ehrlich ausgewertet werden, bevor man anfängt, sich mit Barbarossa zu beschäftigen. Dem in der Presse präsentierten Zeitplan – Prinzenraub wie gehabt bis 2012 und ab 2013 dann Barbarossa – wird die FDP so jedenfalls nicht zustimmen. Mit sarkastischem Unterton wirft Krause die Frage auf, ob der OB nicht vielleicht schon ein Barbarossabüro plane. “Das gegenwärtige Prinzenraubbüro wird ja wohl kaum zusätzlich die Vorbereitung der neuen Festspiele schultern können. Wer weiß, vielleicht hat Wolf ja bereits – rein zufällig – den ein oder anderen passenden Personalvorschlag für ein weiteres Festspielbüro in der Hinterhand.”