17.12.2009 | OVZ

CDU: FDP als Totengräber

Anteilsverkauf ist falsches Signal nach Erfurt

Altenburg. Ärger im sogenannten bürgerlichen Lager. Die CDU-Fraktion im Altenburger Stadtrat kritisierte gestern per Pressemitteilung die FDP, die für einen Ausstieg der Stadt aus der Flugplatzgesellschaft ist.

Der ehrenamtliche FDP-Vizelandrat Karsten Schalla als Vertreter des Landkreises und Aufsichtsratsmitglied der Flughafengesellschaft stehe nicht mehr hinter dem Flughafen und der damit verbundenen wirtschaftlichen Entwicklung. Es sei verwunderlich, dass sich eine liberale Partei für die Kündigung der Anteile und den damit verbundenen Wegfall von Arbeitsplätzen in der Wirtschaft einsetze. „Die FDP ist damit auf einer Linie mit dem Oberbürgermeister und der SPD und stellt sich, bei einem eventuellen negativen Ausgang, symbolisch als Totengräber des Flugplatzes dar.“

Nach Meinung der CDU-Fraktion sei das Signal, das von einer Kündigung der Anteile ausgehe, genau falsch und bewirke auch keinen Druck in Richtung Erfurt. „Nur wenn alle Gesellschafter geschlossen hinter dem Flughafen stehen, kann und muss die Landesregierung mit in die Flughafengesellschaft integriert werden“, heißt es in der Mitteilung. Die CDU spreche sich deswegen klar gegen die Kündigung der Anteile der Stadtwerke aus und hoffe, durch intensive Gespräche die Landesregierung doch noch ins Boot zu holen.