18.12.2009

FDP unzufrieden mit Politikstil von OB Wolf

Der FDP-Kreisvorsitzende Daniel Scheidel zeigt sich erstaunt, wie aggressiv und gereizt Michael Wolf auf die Pressemitteilung von Haus und Grund zur geplanten Gebührenerhöhung von Wasser und Abwasser reagiert.

“Ohne jede Not greift der OB mit völlig unpassenden Worten den Vereinsvorsitzenden von Haus und Grund, Falk Pitzke, an, ohne inhaltlich auf dessen Kritik und Fragen einzugehen”, erläutert der Liberale und fährt fort: “Ich habe als Wirtschaftsförderer viele Jahre nicht nur gut, sondern auch gerne mit Michael Wolf zusammengearbeitet. Leider hat sich sein Politikstil in der letzten Zeit verändert. Wolf reagiert häufig sprunghaft, ist grundlos gereizt und aggressiv. Nehmen wir das Beispiel Prinzenraub: Erst war jede Kritik an denn Festspielen tabu, dann erklärt er das Projekt von einem Tag auf den anderen für gescheitert und schaltet auf Barbarossa um. Egal, ob er recht hat oder nicht – er hat vergessen, nicht nur die Stadträte, sondern die gesamte Bevölkerung in Altenburg mitzunehmen. Und auch jetzt scheint er völlig aus den Augen zu verlieren, dass er nicht der Alleinbestimmer in der Skatstadt ist. Bei einem so sensiblen Thema wie der Gebührenerhöhung von Wasser und Abwasser muss er sich auch kritische Fragen gefallen lassen – und sich ihnen stellen!”

Der Liberale fordert Wolf deshalb auf, zu Demokratie und Sachlichkeit zurückzukehren und Transparenz in die Angelegenheit zu bringen. Auch er sieht in der geplanten Gebührenerhöhung eine direkte oder indirekte Quersubventionierung der Flughafengesellschaft, “denn woher soll das Geld denn kommen, wenn die CDU-SPD-Regierung in Erfurt ihre Blockadepolitik fortsetzt?” Dass auch Michael Wolf mit dem Kurs der Landesregierung nicht glücklich ist, gesteht Scheidel ihm durchaus zu. Dies rechtfertigt aus seiner Sicht aber nicht, dass er aus Trotz Politik zunehmend im Alleingang macht: “Einen zweiten Gutsherren brauchen wir in Altenburg nun wirklich nicht!”