01.02.2010 | OTZ

Schulung gewinnt an Bedeutung

Teilnahme an der Ausbildung in der Feuerwehr soll Ausschlag für Feuerwehrrente geben

Von Ulrike Grötsch

Löbichau (OTZ). Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Löbichau kamen am Sonnabend zu ihrer Jahreshauptversammlung im Gasthof Thelitz in Löbichau zusammen.

Wehrführer Martin Rybicki legte Rechenschaft über das vergangene Jahr ab und wartete mit Statistik auf. Die besagte, dass noch zu wenig Kameraden an den Schulungen teilnahmen. Die Quote lag 2009 bei 62,56 Prozent. 70 Prozent aber seien für jeden Kameraden nötig, um künftig Anspruch auf die Feuerwehrrente zu haben, erklärte er. Bei genauerem Betrachten hatte der Wehrführer festgestellt, dass zehn Kameraden dann keinen Anspruch auf diese Rente hätten. Das ließ einige aufhorchen. Allerdings wusste Bürgermeister Rolf Hermann (FDP), dass noch einige Verordnungen zur Feuerwehrrente fehlten, um Verbindliches sagen zu können. In diesem Zusammenhang bemängelte Ute Rybicki, Leiterin der Frauengruppe, dass die Frauen nicht in den Genuss der Rente kommen würden, nur weil es keine Ausbildung für sie gebe. Dabei führen sie doch genauso zu Einsätzen der Wehr.

Für die Löbichauer Kameraden sind die Weiterbildungsveranstaltungen des Landratsamtes und der Wehr in Schmölln sehr interessant. Martin Rybicki hofft, dass diese weitergeführt werden. Dreizehn Schulungen und ebensoviele Einsätze waren 2009 zu bewältigen. Darunter zwei Containerbrände und ein Munitionsfund.

Die Feuerwehr Löbichau verfügt derzeit über 73 Mitglieder, davon sind 26 in der Einsatzabteilung, 13 in der Frauengruppe, 16 Angehörige der Jugendfeuerwehr und 37 in der Alters- und Ehrenabteilung aktiv.

Kommentar

Nicht so einfach

Von Ulrike Grötsch

Die Löbichauer Feuerwehr ist eine, in der die Aufgaben sehr ernst genommen werden und wo man sich der hohen Verantwortung bewusst ist.

Dennoch gibt es auch hier – was die Teilnahme an Schulungen betrifft – nicht nur eitel Sonnenschein. Künftig wird sich der eine oder andere bemühen müssen, den geforderten Anteil von mindestens 70-prozentiger Schulungsteilnahme zu erreichen, damit man nicht durchs Raster für die Feuerwehrrente fällt. Dabei sind die Löbichauer im Landkreis dafür bekannt, dass sie vor allem auch aufgrund ihrer Bedeutung und hohen Verantwortung fürs Gewerbegebiet Beerwalde große Anstrengungen in der Qualifizierung unternehmen. Da dürften sich wohl einige Wehren strecken müssen, künftig jene Prozenthürde zu überspringen.