03.02.2010 | OTZ

Gereizte Stimmung vor Bürgermeisterberatung

Gemeindeoberhäupter fordern Entlastung

Gößnitz (OTZ/ulg). Dicke Luft herrscht derzeit bei den meisten Bürgermeistern. Die avisierte Erhöhung der Kreisumlage sorgt für Unmut.

Auf der heute stattfindenden Bürgermeisterberatung im Landratsamt in Altenburg wollen sich die Bürgermeister deshalb Luft machen. Wie der Vorsitzende des Gemeinde- und Städtebundes, im Landkreis, Wolfgang Scholz, sagte, haben sich auf der jüngsten Sitzung des Kommunalverbandes Bürgermeister für noch mehr Einsparungen im Kreishaushalt ausgesprochen, um die Kommunen zu entlasten.

Welche freiwilligen Leistungen kann man sich im Landkreis überhaupt noch leisten, fragte der Gößnitzer Bürgermeister Scholz (Initiative Städtebund) und spielte damit auf Theater, Flugplatz und Lindenau-Museum an. Er kritisiert schon seit Jahren, wenn es im Kreistag zur Haushaltsdebatte kommt, die stetig steigende Kreisumlage.

Die Bürgermeister befürchten, dass der Geldhahn in den nächsten drei, vier Jahren vom Land so gedrosselt wird, dass Kommunen gar nichts anderes übrig bleibt, als sich zusammenzuschließen, meinte Altkirchens Bürgermeister Peter Bugar (Die Regionalen). Gemeindechefs werfen dem Landratsamt vor, es sich etwas “zu leicht” zu machen bei der Erarbeitung des Kreishaushaltes. So forderte Löbichaus Gemeindeoberhaupt Rolf Hermann (FDP) Alternativen zum Einsparen seitens des Landratsamts vorzulegen.