16.02.2010 | OVZ

Auch Abrissvariante darf geprüft werden

Altenburg (E.P.). Die Stadtverwaltung darf nun den Abriss des Gebäudes Moritzstraße 21 prüfen lassen. Das hat der Stadtrat auf seiner jüngsten Sitzung mit klarer Mehrheit bei nur vier Gegenstimmen und zwei Enthaltungen bewilligt.

Bislang war bei dem nur noch von der Altenburger Tourismus-Information genutzten Haus von Teilabriss und Sanierung ausgegangen worden. Doch es habe sich herausgestellt, dass der DDR-Bau nur mit großem Aufwand den Anforderungen einer modernen Verwaltung angepasst werden könne. Die Raumaufteilung, die niedrigen, aber sehr tiefen Räume, die kleinen Fenster und die Statik würden nur eine stark begrenzte moderne Lösung ermöglichen.
Deshalb soll jetzt eine zweite Variante in die Planungen einbezogen werden: Abriss und Neubau nicht nur der Moritzstraße 22, sondern auch der 21. Dies würde die Kosten für das Projekt allerdings um voraussichtlich 400 000 Euro erhöhen. Bislang war die Stadtverwaltung von einer Investitionssumme von 2,1 Millionen Euro ausgegangen.

Vor allem die bislang in die Planung geflossenen Gelder, die zu einem Großteil dann sinnlos ausgegeben wären, störten die CDU an der neuen Variante. „75 000 Euro wären dann unwiderruflich weg“, so Stadtrat Christian Götze. Auch sei das Vorhaben eine große städtebauliche Herausforderung, weil der Erweiterungs- und Ergänzungsneubau an einem Renaissance-Rathaus für deutschlandweite Aufmerksamkeit sorgen werde. Auch Johannes Frackowiak (FDP) befürchtet, dass man sich damit eine Diskussion á la Areal am Markt auf den Tisch ziehe und empfahl deshalb, den Bestand zu sanieren.

Eine endgültige Entscheidung, ob abgerissen oder saniert wird, trifft der Stadtrat bei Vorliegen beider Varianten.